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Sohn Carter GBrown Lihram

Bromun situ | Walter Sylvester Hertzog,

Harvard 1905

Fusbund, Das ift:

Etliche fhöned

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Wie fie in dem Gr faͤngnuͤß zu Baſſau in dem

Schloß von den Schweitzer⸗Bruͤdern, und von anderen rechtglaubigen Chriſten bin und her ges Dichtet werden,

Fllen und jeden Chriften welcher Religion fie fenen, un NN parcheyifch faſt nuͤtzlich.

Gedruckt bey Chriſtopy Saycııy &

45

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Mdieſem Büchlein findeft dis | Guͤnſtiger Lefer und Sam Aa ger fatt ſchoͤne Lieder, die

ey aus Bitte guthertziger Leis | ten zuſammen getragen find, und wiewol ſte nicht einerley Reli⸗ gion, iſt doch hierinnen einem jeden ſein Gedicht ungeſchmaͤht gelaſſen, der Hoff⸗ nung es werde niemand Die Schaͤflein Ehrifti durch Lieder oder anders aug feines Daters Hand reiffen, auch weil der Glaub in Ehriftum nicht jedermang, nach eines Menfhen Hang oder Zwang, auch nicht des wollenden oder lauffen« den, fondern eine Gabe ilt der Erbar—⸗ mung Gottes, ja eine geiftlihe Gabe Gottes von oben herab, und nicht eine Sache aus dem Sleifh und Blut, wie Ar der

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vorede.

Ber Juͤdiſche Samen deren, Die untes De in erſten Teſtament oder Bund wa— ren ift, fondern eine Einfehreibung Des Geiftes Chriſti in die Sinn⸗ und Hertzen deren, fo in den neuen von Gott gemach⸗

a NER rin

E ten Bund gerretten, unter welchem von Ben Kleinften biß auf den groͤſten Der

EN mündtichen Bekantnuß näher und beß

Herr ertant wird, durch die Bergebung ihrer Sunden. Derbalben guter Doff> ung. daß alle die fo vom Gott gelehrt und gezogen werden, hierinnen keinen Schaden nehmen: Dann hierinnen kei⸗ ter etwas zu glauben dann was ibn der Schrift geinaß dunckt) genoͤthiget wird, wie man dann jetzund wider die Schrifft bey viele ſieht, daß die Sad) ley⸗ Der furgenommen wird, was der Ober⸗ herr glaubt, das muͤſſen auch Der meh⸗ reretheil der Unterthaͤnen und viel auß Zwang oder Heucheley, Gunſt zu erlan⸗ gen bekennen wirdauch mit. Straff des Schwerdts, Gefangnuß und Gelds

ben etlichen mit Unverſtand darob ges Halten, es ſeye bey Papiſten oder bey an⸗ dern, fo mit verachtung der Paͤpſtleren fi Ehriften, und der Apofteln Lehr in

ſer

Ooredeo

Br,

fr zu ſeyn ruͤhmen. In welchen ſchwer⸗ uUnd wichtigen Sachen, zu allen Theuen - Die Lehrer und Prediger ſolche Stände, Die ſich doch ale Knecht des Sriedens, oder Doriteher, wie fie fich darfür halten. und ruhmen, die Oberfeit ben ihrem - Amt in Doliceyen und gemeinen Burs

erlichen Sachen das B

oͤſe zu ſtraffen,

ardurd) Das Gut und Ehrbarkeit ge⸗

x uber

handhabet wird, zu bleiben, und nicht Hefeste Ordnung zu greiffen, Bere

ahnen, Bedeneten, daß fie eine Obers

fee

der Finſter nuß diefer Welt, dag ift,

‚Die Boßheitimälingerechtigkeit, Diefels ben zu ftraften, gefegt ift, welches Ant Dann auch dem gottlofen Heyden Neros ni (dann dag Dberkeitliche Amt keinen Zun Ehriftum macht, auszurichten bes fohlen ift. darum auch darvon Paul zu

den Römern am 13. den Ehriften, der Oberkeit als Gottes Dienerengehorfam,

und Steuer zu leiften gebuͤrt daber neñt Gott den Heydniſchen König Nebucade nezar feinen Kuecht, Serem. am 23, und am 43, dann die Oberkeit wird eine Ruthe feines Zorns genandt, Jeſa. 10

Sie ſehen aber 3

u, das ſie aus anderer 93

Anreigung

u PR.

| Vorede.

Anreitzung ihr Amt nicht mißbrauchen, Dam weil das Amt aller Oberkeit von

Ett verordnet iſt, (wie dann lautet

das Wort Ehrifti zu Pilato, wäre es

dir nicht vonoben herab gegeben.) So wiles einem jeden Negenten gebühren

Die Worte Danielis zu erwegen, daß der Allerhoͤchſte der Menſchen Koͤnigreichen maͤchtig iſt, und fie dem, der ihm darzu

gefaͤllt gibt, darum man auch Gott dem Geber diches Amts, mehr ſchuldig iſt ‚zu gehorſamen, dann dem es gegeben wird, Hierinnen mögen alle Pflaͤger

odır Fuͤrgeſetzte von der Oberfeit wohl waͤhrnehmen, das ſie die Unfchuldigen nicht betrüben, und ein Deckel darüber machen, Es iſt meiner guadigen Herren Befehl, ich muß egtbun. So wiſſe ein je⸗

- der, daͤß die Knechte Dilati, die Chriſtum

ſchlugen und ereußigten, von wegen des Befehls ihres Herren an jenem Tag vor Gott gar nicht werden unſchuldig ſeyn: Mer Ohren hat zu hoͤren, der mer⸗ cke mit Veiſtand darauf. Aber es dunckt viel Leut, daß ſolche Sachen mehr dir ch Aureitzung der Lehrer entſprin⸗ gen, dieweil ſie ſehen, daß ſie in die Dotz

ns

Vorebe.

ne ſaͤen, und Ihre Lehre ohne Frucht abs geht, fie pfiaugen durch Straffe des Schwerdts, Gefangnüuß, Gelds; aber der Herr berichterfie, Mala. 1. UudDdies weil man Gott in fein Amt greifft auch, das ſo durch feinen Geiſt getrieben mit wi ligem Hertzen augenoinen werden ſoll, durch fleiſchliche Gewalt indie Leu⸗ te dringen will, ſo doch in keines Men⸗ ſchen Hand ſtehet den Glauben zu geben, Roͤm 10. oder den Unglauben zuftrafz fen, deffen Straf ift ewige Verdamm⸗ nuß weiches Ehrifto zufteht, wirds nicht mit ſolchem unſchrifftlichen Suhrnehmen je. arger Es wäre derhalben gut, daß man die Decke von den Augen abthät, und fich Die Ehre nicht felbitgeben, ſon⸗ pern den Worten Dauli ein Sortgang laſſen, welche der Geiſt Gottes treibt, Die find Kinder: Da ift all Menichlich Zreiben aueggefchloffe, aber wie die Apo⸗ fteldie Chriſtliche Kirchen, durch Krafft des Heiligen Geiftes und Mittel des Banns erbauet, das Böfe von ihnen ger than, Doch nicht darum aus dem Land verjagt, oder das ihrige genommen, ſo treiben jetz viel das Wiederſpiel, wasdie

AWooſtel hr

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n |) Voredé. h ı Apoſtel durch Gottes Kraft und Mittet des Banus gethan, thun fie durch Man⸗ dat der Oberkeit, und wollen den Glau⸗ bendurch aͤuſſerliche Gewalt den Leuten andringen, wie ernſtlich es aber fuͤrge⸗ Rommen wird, ſo will doch kein Zeuge nuß Gottes zur Berbefferungund Neu⸗ | er Geburth Daraus erfolgen, ob nun der FU BDrangel am Deren Chriſto, ob er bif wi ans Ende der Welt, bey feiner Kirchen

* bieiben will, ſey, oder an folchen unbe⸗ | Dichten Leuten, mageinjeder Ehriftbey Ihm ſelbſt bedachr feyn. So man aber beydes der Apoſteln und jetiger Zeit etli⸗ Ser Lehrer leben u. Thun gegẽ einander legt, oder wie eg fich mit dem Spruch Pauli, Phil. 3. vergleiche, da er ſagt: Folget mir nach, Schet auf die, die alfo

wandlen wie ihr uns habt zum Vorbil⸗ de ſtehet einem jeden frey zu erwegen. Herin aber wird nicht dag Amt Der Oberkeit das Boͤſe in Bürgerlichen Sa⸗ chen zu ſtraffen aufgehaben fondern in Glaubens Sachen. Dann ein Ober⸗ Feii it geſetzt die augenfcheinlich böfe Wercke und nicht den böfen Glauben au jtarfen: Sintemal der Unglaub ein | sinfichbar

Yorcda

infichbar Ding itt, fo wohlafs derrechte Hlaud eine Ergreiffung dere Dinge, die an nicht ſtehet. So gibts je die Ma⸗ ur, daß auch deſſen Straf und Belohe tung Gott (Der ing Verborgene fiebety lem zugehört, Darum auch ein jeder Dr ſich ſelbſt Gott Rechenſchafft geben nuß, was er gethan, es fen Gutes oden Boͤſes, die weil fein Menſch in das Bere orgene feben, oder in ſolchen Sachen or der Zeit nichts richten kan, biß der Herr kommt, welcher die Rathſchlaͤge er Hertzen offenbaren wird. Darum rkennt die Rich Ehrifti ein ander Ge⸗ icht hierinen, nehmlich den Bañ, ſo von Chriſto und den Apoftelen befohlen und ebraucht. Derhalben moͤgen die Ane eher der Obrigkeit ihr ſchwer Urtheil vohl bedencken, daß nicht durch unfchule ig Blut ihre Verdammnuß defto ſchwe⸗ er werde. Dann den Chriſten ge⸗ ürt, ihrem Lehrmeifter nach, nicht zu erfolgen, fondern verfolgt zu werden. ber wie dein alleın, wann es nicht Nacht und dunckel würde, wer wolte viſſen was Tag ware? Lind wenn fol: he Verfolgung unterm Namen Chris Us ft

an Pe

Vorede—

Fi (daran fie Gott zu dienen vermeinem nicht gefchäbe, wie würde dann die Schrift erfuͤllet? Welches alles dem gottesfücchtigen Lefer, mit unpartheyi⸗ ſchem Gemuͤth zu erwegen, hie an ftatt - einer Wahrnung in der Kuͤrtze Chriſtli⸗ Her Meynung heimgeſtellt it, mit Be⸗ trachtung, daß man in alle folchen Sa⸗ eben, kein fleifchlich noch irrdiſch Lob, jondern vielmehr mit Chriſto eine Dornen Kro⸗ ne dencket Davon gu bringen,

Das ı Kied &

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Diß erfte Lied, gibt einen Bricht, wie Die Chriften im Get und Warheit ſingen⸗

baten, und pfalmieren ſollen: Und ‚geht im Thon, Es iſt das Heil 4

uns Fommen ber/ 2x. | | Das erft Gefen- | Sau die Harf, iſt gut und ſcharf, in 3 Daß fie in Ohren klingen, Bi Noch laut fie nicht, fie fey dann g’richt, Kein Septihr'n Hall recht bringet, wi! Wo man nicht recht, greifft oder ſchlaͤgt,

Hit Kunſt frey Führ, nach Tablatur, J Collectur und gut Rieflen. |

2. Ehen alſo halt ſichs auch do, Mit Davids Pfalmen gute,

Wann du nicht biſt, ein vechter Chriſt, Sondern noch Fleiſch und Blute, So kling ſt nicht zwar, in Gottes Ohr, Ob du gleich meinſt du ſeyſt gott s freund,

Lind habit recht Davids Harffen.

MAUS,

Biſt du guts muths, voll Freud und guts, Daß dein Mund uͤberlauffet,

Alsdann brich auß, zur thuͤr ins Hauß, Wuͤrck was Gottin dir ſchaffet,

Sein Geiſts inbrunſt ſonſt iſts umſonſt,

Es hilfft doch nicht, des Gleißners en |

Das 1. Lied.

| Es wirdeinhölßern Gelächter,

| 4. Thu her dein Ohr, geh waͤſch dich vor,

Lern wohl thun, das Recht üben, Gerechtigkeit, Barmhertzigkeit.

Und deinen Nachften lieben: ß Komm dann, bif ftill, nach deinem Will, Wie ſichs gebührt, du wirft erbört, -

Eh du auf hörft zu bitten, |

5, 18 Auch fing umd bitt, recht wie David, " ı Sonft ifts ein leer Getuͤmmel, | Viel laut Geſchrey, Fein Wollnoch Ey, Wie der Heuchler Gebruͤmmel |

In Mattheo, und auch Luca:

br Mund ſchreyt her, ihr Hertz iſt fern, Vom Grund wohl tauſend Meilen,

6

Sanct Paul uns heißt, durch Chriſti geiſt Lobſingen und pſalmieren, Jacob dem Bott, folg du in Bott, Den Herren preißtz mit Zieren, Gleich wie David, fo Tauf dein Bitt,. Sonſt wirds Gebet, zur Suͤnd geredt, Gott hört kein gottloß brüllen,

2 |

Vor Gott recht bat, mit Buß, wie thaͤt

Der binden ſtuhud im —— ev

Ders Gebott haͤlt, der iſt erwaͤhlt. Drum bitt nach recht Exempel,

Db man hoͤrt ſchon, den Mund nicht gon,

Wie Moſes ſtumm, und Hanna fromm,

Noch hoͤrt Gott was du bitteſt.

8 Viel ſtellen ſich gleichwol klaͤglich, Als waͤrs ihmn hertzlich ernſte: Sie kommen her, wohl zu der Lehr, Demuͤhtig redt der haͤrteſte. Ein jeder meynt, ſie waͤren Freund, Durch Chriſti Lehr erbauet ſehr, Wenn ſie alſo pſalmieren.

| | 9 ' { Man fragt und laufft, jadaf man oft Dein Wort mir Ohren böret, Rührtsdoc niemand, mit eim Sliedam Zu thun nach reiner Lehre. Ach das ift fern, von Dir O Herr, Machen nur viel Lieder-Kurtzweil, Mit dem Mund bloß hofieren.

10 Recht ſagt der Herr, nicht ein jeder, Der rufft und ſchreyet Herre, In mein Reich kommt, der alſo brommt Sondern wer thut mein Lehre. Sonſt kenn ich nit, den der da hitt. Der Gleißner Art das Hertze wart, u

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Das 1. Zied, s

% Mas r Kied,

Gott ehret nur mit Lefftzen.

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Heb aufdein’ Hand, gen Gott dich wend Mit deiner Seel und G’mütde,

Bor Gott recht tritt, von Hertzen bitt, Und danck ihm feiner Güte: |

Damm klingt es wohl, ift Sreuden voll

Sonſt bat dein g'ſang thon oder Klang Iſt nur ein ZungeneHräfchen,

i2 Das hertz nur finat, was vor Gott klingt Dein Mund ife nur HDolmerfche, Wanñ dein hertz ſteht wie dein Mund geh In des Herren Geieße: | Per Chriſti Bund, mine In den Mund > Mas fein maul hrum weiſt s hertz nit un Gott ſpricht: Weicht auß ihr Spoͤtter

15 ? Chriſtus ſtrafft rauch den Mißgebrauch Den treibt des Sathans Rotte: Wie auch ſtrafft Paul, das man ſo fau Als jetzt in dieſer Note, Die Sylben hellt, ohn Geiſt erbrellt, Geht nur im ſchein, iſt alls unrein, Wiewol fie ſchoͤn thun ſingen.

14 N Ein werck ohn Glaub haͤlt kurtz die prob Was Cains Rott ſingt und thute, *

Das 2. Lied, }

&s muß Abel, da fern ohn’ Seht, Der Unfalſch thut das Gute, Dir geb die Ehr, des Himmels Heer, Mit Herb und Zung, alte und jung, Durch Jeſum Ehriftum, Amen. Das 2 Lied. Der Ehriftlicd Glaub, Gefangs-weiß gemacht : wird auf vielerley Melo⸗ Denen gefungen.

I, IN glauben all an einen Gott, Und lieben ihn von Hertzen.

Der im Himmel fein Wohnng bat,

Siht allen unfern Schmertzen, Der alle Ding allein erhalt,

Muß alles vor ihm erſtummen, Gnaͤdig und mildgegen aller Welt,

Ein Vatter Aller Srommen, _ Niemand der je auf erden kam,

Mag feiner G’walt entrinnen. Allmachtig ift fein hoher Nahm,

Kein Stärck thut ihm zerinnen, Er ſicht ins Hertzens⸗Heimlichteit, Gar tieff in das Berborgen, Ja taufend Jahr vor ihm breit,

Seind wie der geftrig Morgen, Aug einem Wort hat er gemacht Den Himmel und dir Erden,

2 WM

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« DAB 3. Lied en Ba —— Das Meer, wie er das hat bedacht, Und. was immer mag werden, Das Firmament zum aller hoͤchſt, Die Waſſer unterſcheyden, Und alles was auf der Erden waͤchft, Die Bluͤmlein aufder Heiden, Die Sonn und Mond, auch alle Stern Die Tagımd Nacht beleuchten, Was fleugt und ſchwimt im warfer germ Und wohnet in der Feuchte: | Das Vieh und die menfchlich Figur, Thut uns die Schrift verjeben: Die Geiſt und Engliſche Erestur, Und was man nicht kan fehen; Iſt all s von ihm gefcheben.

2; Wir glauben auch an IEſuum Chriſt, Den Heyland aufferoren, Der warlich ein Sohn Gofteg iſt, Er heißt der eingebohren, Sein Urſprung bey dein Vatter war; Eh die Weit bat ang'fangen, | Ein Licht und Glantz gar hell und Flat, Bon Gott it er außgangen, Gebohren, doch gefchaffen nicht, - Dem Batter gleihim Weſen, Durch ihn all Ding war zugerihl, In ihm ſoll alle geneſen. &

Das 3 Kted,

—n

Er ward zum Fleiſch von Heiligen Geiſt, In Maria der reine, | In armer G’ftalt auch allermeift, _ Ein Menſch wie ander g'meine, Fuͤr unfer Suͤnd ans Creutz gehenckt, Unter Pontio Pilaten. Geſtorben und ins Grab verſenckt, Hinunter zu den Todten, In die Hoͤlle gefahren iſt, Als die Apoſtel ſagen, Erloͤſet hat zu dieſer friſt, All die gefangen lagen. Erſtanden iſt am dritten Tag; Wie von ihn ift gefehrieben, Seftiegen auf, alg er vermag, Gen Himmel, und da blieben, zu eines Vatters rechten Hand, _ Bald wird er wiederfommen, „errlich zu richten alle Land, Die Boͤſen und die Frommen, a Seins Reichs wird ſeyn Fein Sune

Bir glauben auch in Heilgen Geift, Die heimlich Gottes Kraffte.

Yer aller Hertzen Bedancken weiße, Gibt ihnen Geiftes Saft:

er kommt vom Vatter und dem Sohn, Und wirekt in das Leben:

Di

neun. men nennen ——

meter —ñ ——

Den wir zugleich thun baͤtten an, Goͤttliche Ehr ihm geben. Er iſt der etwan hat geredt. Durch die Heil'ge Propheten, Dom Heyl das jetzt auf Erden geht, Durch Chriſtum den Getoͤdten, Wir glauben ein’ heilige G'meyn, Ei’ Apoſtol ſche Kirchen. Die durch den Heil gen Geift allein Befteht, und läßt ihn witcken, Ein Glaub, ein Tauff, dardurch wir ſey Gewaͤſchen von den Sünden, Mit gutem Griffen gehn herein, Mit Gott mur une verbinden. | Ein Leib, ein Beift, ein Herr und Gott Durch feine Wort die zarten, Zu einer Hoffnuug b’ruffen bat, AT die wir jeßund warten. R Auf die verheißne Seligkeit, Darnach fteht uns Berlangen, Denn wırd der Todt in Ewigkeit Gebunden und gefangen, Die Todten werden auferftehn, Die in der Erd allfamen Jetzt liegen, werden vorher gehnt Der Herr kennt ihre Namen, Ein ewiges Leben, Amen, Laus Deo,

Dar

‚Des 3 Lied. nn —— nn ee ——

Das 3 Lied, etzund folgen etliche Ehriftliche und bwuͤrdige Thaten Deren, die ihren Glauben nit ihrem Blut verfiegelt: welcher ſich viel bey un⸗ jeren Zeiten zugetragen, in vielen Städten und Landen, Die auf Diefen grund Gold, Silber und Edelgeſtein gebauet 1 Lorinth. 3. in fehr ſchoͤn und Fröftlich Lied, vor Beſtaͤndigkeit der lieben Ehriftgiaubigen, | fo fie ın allerley Marter um Chriſti | willen bemiefen haben,

i | = hier in alle g’fchichte g’fchriebe ftaht, > Bieman die Chriſtẽ gimartert hat Erwuͤrget und verjaget, | )as Reich der Welt iſt ſo verhetzt, Joh. 16 Jah ſie's wor einen Gottsdienſt ſchaͤtzt, Wenn man die Chriſten plaget; Ran raubet ihnen Gut und Leib, Mi Tyranney und G'walte, Man fchonet weder Dann noch Weib, Jungfrauen, jung noch alte, Ran Fan es gnug erzehlen nicht, ie grauſam Marter, Plagund Morde ie arge Belt auf ſie erdicht,

2 zor Zeiten jeder Gott’s Prophet erfolgt verjagt ward und getoͤdt, Von Gottes ——— wegen:

EEE Em Ten. 2

Das 3 Lied Der fromm Prophet Efajas (a) Zertheilt ward vom König Mannas Mit einer hoͤltzern Sägen: Derfteinigt ift Dieremias, Ezechiel fein Dirven An Felſen giſchleifft zerſchlagen was Daniel mußt vor die Thiere, Daniel 6 Amos mir Kolben g'ſchlagen zitodt, Micheas übern Seifen a’ftürst, Zacharias let im Tempel noth. Matt: 23

3

Als zu Jeruſalem Pilat | Regieret an des Keyſers Statt,

Nas Bild in Tempel feßte: Das Juͤdiſch Volck mit falſcher Lift Verklaget unfern Herren Ehrift,

Daf er den Kenfer Teste: Lind hielt nicht ihr Religion,

Drum er am Ereuß folt ſterben, Verurtheilt als ein Gottes Sohn,

Das Land mußt drum verderben, Es Fam das Volck in Ungemad), 6 Dilar nach groffer Angſt und North Mit eigner Hand fid) ſelbſt erſtach.

4 Herodes als er deßgeleich Ei Hard König übers Juͤdiſch Red, ' nie . Bor Ehrifi geb, An 6750 Ch) Hiſt. Euſ. lib. 2.8

DAS 3. Lied. zE Unter des Keyfers Namen: Nah Johann Den Teuffer tödten ließ, Ehruki Den Jacob auc) verdamen hieß, (a)geburt Sp gar ohn alle Schamen, Anno 33, Das Gott gerochen har zuletzt, Herodes mußt verderben, Vertriben werden und entfeßst, N) Samt feinm Weib hungers fterben, Yan Adels Blut ſchreyt aud) zuGott, by Ber Chriſtenblut auf Erd vergeußt, Nuß werden bie und dort zu Spott.

| 5 Als nun die weltlich Majeftät Chriſtum Gott's Sohn getöder hat, Wie vor all fein’ Propheten: ats auch nach feiner Himmelfahrt ein Blutvergieffennie geſpahrt, Die Ehriften laffen rödten, Ya fingen die Schrifftg lehrten an, (c) Die Oberkeit bethören, da ſie einen jeden Chriſtenmann Verfolgten und ermordten, Sie uͤberſchrien Gottes Knecht, mans verurtheilt hat zum Todt, alſch Lehrer b'hielten Dias und Recht. | B3 Samt a) Marc, Matt. 14, Actor. 12. Hiftoria. Euſ. lid . 600. 3. (b) Gen. 4. CO) Arion: 6..

|

Das 9 Lied, Sant Stephan warder erſte Mann, (a All Juͤnger Ehrifti mußten dran, Hie Welt kein n frommen leidet, Wer nicht Abgoͤtterey anbaͤt Von Weltfuͤrſten wird er gedoͤdt, Sathan die wahrheit neidet. Sie gaben alles Linglücke ſchuld Der neue Lehr und Predigt, Meynten fridlich ihr Reich ſeyn ſolt, Wenn mann der Leut wuͤrd ledig. Alſo iſt menſchlich Sinn verkehrt: Drauf Gott die Welt ſtaͤts bat geſtrafft Als offt ſie Chriſten hat ermoͤrdt.

7 Der Roͤmiſch Keyſer Nero g'nandt, (6 Ein Leben fuͤhrt voll Suͤnd und Schand Der ließ viel heilger Leute, Die Chriſti Glauben nommen an, Und hielten ibn vor GottesSohn, Im gantzen Reich anfreuten. Enthaupt, verbrendt, ertraͤnckt im Meer Gecreutzigt und geſchunden, Es hat das Apoſtliſch Heer 2 Verſ. An.o⸗ Durch Leiden überwunden,

C⸗

ot: Ca) Actor. 6. 7. Nach der Geburt Chriſti Anno. 34 Davon Tertulian in Ypologetico. G) Der erfı Derfolgung nad Chriſti Geburt Anno 7o, Hiftoria Euſeb. lib. 2. cap. 24. 25. Ebre. ız,

Das 3. Lied, 13

ee

Gott ſolches auch am Keyſer rach, Als er ſeiner Boßheit halb zum Todt Verurtheilt ward ſich ſelbſt erſtach.

8

Nachmals Keyſer Oomician, (a) Der ſich als Gott ließ betten an,

Thaͤt allenthalb erlauben, Daß man einen jeden Chriſten ſolt, Der Chriſtum Gott hekennen wolt,

Seinn Leib und Güter rauben, Daher kein Plas ein'm rechten Chriſt,

Die boͤß Welt ihn außhetzet. Johannes der Evangeliſt

Ward in heiß Del geſetzt Ins Elend auch zu Pathmos kam: Her Keyſer hie und dort ward g'ſtrafft, Duꝛchs hwerdt ein febrecklich end er nam

9 Die dritte Berfolgung gieng auch.an, (b) Bol unter dein Kenfer Traian:

Der ließ kein'n Ehriften bleiben. Die ſich gedultig drein gefchickt, Das jeder Richter drob erfchrickt,

Und Plinius thaͤt ſchreiben (c) Dem Keyſer: hören auf,

4

(a)Hiſt Euſe. lib. 3. cap. 17 18.23. (lib. 3).6) 3. Ver⸗

folgung nach Chriſti Geburt Anno. 101. (c) Hiſt. Euſe, | |

lid. 3. cap. 32. 33.

24 Das 3 Kied

er wann nen

Zr

Die fronme Leut nicht tödten, Es war ein unſchuldiger Hauff,

Die gar kein Boßheit thaten,

Dann daß fie rieffen Ehril

tum am.

Der Keyſer ward von ihm bewegt.

Die Chriſten mußt er laſſe

n gan.

I0. Ignatius der heilig Biſchoff, (a) Damit er fan an Chriſti Hoff, Freu't er fich zu den Thieren, (b) Denen er ward geworffenfür, Thier

_ Die Thier mich mahln Dot ich ihm fey ein reines

Sprach, Feuer, Creutz, Schwert, u. wine. Dich recht zu Ehrifto führen: Ich bin ein Körnlein meinem Gott

|

und knetten,

Brodt,

Wollens nicht zu mir treten,

Mill ich fie reißen, meinen

Leib

su öhren Rachen geben dar Daß ich bey meinem Ehrifto bfeib,

191 Der neuntzig jährig Bolncarp (0) Im Feuer um Ehriftt willen ftach, Bolt fich von ihm nicht kehren. Der Kenferlich Statthalter wolt Ihn ledig laffen, daß er folt

Des Cr) Ein Viſhoff zu Ustiohia. ) Hif. Eifilib.3. 3. ee) Ein Biooff zu Smyrna Enf.hds 4 Hop a 25.

Pe Das 3 Kisd | ıe

Des Keyſers Abgott ehren, |

Der Alte ſprach, Machs wie Du wilt, Chriſtum wil ich bekennen:

Das zeitlich Feuer iſt bald geftillt,

Das dort wird ewig bremmen. | Den Kelch des Herin er willig tranck, Opffert fich auf gleich wie ein Lan, Im Feuer fagt er GOtt ob md Dank,

i2 Der Keyſer Macer Antonin (a) ieß richten auch Die Chrüten bin, Unſchuldigs Blut vergiefien. Da kam ein grauſam Peſtilentz, Berderbt das Reich und aile grentz, Die Welt mußt ſchwerlich buſſen. Das Reich durch manche plag verdarb.. Der Todt die Leut hat gfreſſen. ‘A Her Keyſer auch der Krauckheit farb . Der Ehriften ward vergefien, Die man gank grauſam hatt ertödf, Man ließ fie unbegraben ftahn, zu let verbrennt mit groſſem g’fpött,

a f .

\

1J 3 zu Leon auch ein groſſe Schaar (b) Her frommen heil’gen Ehriften war, Die Ran, grauſam plaget, BR

| a a) 4. Verfolgung Anno 167. Enfebinslib.s.cop.ı. b) nach Chriſti geburt Ann 30. Euſ. hi. 5. cap 2.2.3:

16 Das 3 Kied. Man ließ ihn weder Platz noch G min Ewig foltens gefangen ſeyn, Mir Lügen mans verklager. Der Sathan Gift und Feut außgoß, Der weltlich Gewalt ſehr wüter, Der Chriſten Eyfer war auch groß, Chriſtus fie wol behütet. | In Gfaͤngnuß und in aller Noth: Haben kein Pein noch Marter gſcheut, Beſtaͤndig blieben in dem Todt. | 14 Euſ.lib. s' Da war einer der Sanctus hieß, (1.2.3. Den man erbaͤrmlich martern ließ, Ob er böß Stück bekannte, Er ſprach ich bin ein Chriſt, fonft nichtg, Im Feur man eiß ne Drath zuricht, Ihn mit inwendig brandte,

Daß ſein Leib allenthalb verdarb, Doch friſch und ſtarck im Hertzen, Beym Herren Chriſto Gnad erwarb, Der heilt ihm ſeinen Schmertzen,

Maturus auch ſolch Marter liet, Das Feur ſie nicht verbrennen mocht, Zu letzt man ihn die Koͤpff abſchnit.

15 Euf. lid. 5. Da Attalus der Ehriftlich Heldt ©-2-3. Bard wilden Thieren vorgeftellt, Idhn ſolten fie verzehren:

Hat

17, \ Severus als er Keyſer was, Trug er zum Chriſten groffen Daß,

Und bat fie untertretten, Den

en 3

28 Das 3 Kied,

Den Nahmn er nicht vergebene trug, Dann er war fireng und grauſam gung: Sie jaͤmmerlich ließ toͤdten. Geworffen ward manch Chriften Weiß Sur grimmig wilde Thiere. Sie opfferten auch ihren Leib, Lieſſen fich nicht verführen Don Chriſto undder Warbeit fein, Dabens mit ihrem Blut bezeugt,

on

Geſcheut Fein Marter noch Fein Bein,

18.

Der Roͤmiſch Keyſer Maximin, () Der grauſam was von Leib und Sinn Die ſechſt Verfolgung fuͤhret. Im Teutſchen Land an manchem Ort, Hat er geſtifft Krieg, Brandt und Mord;

Drey Jahr lang er regieret. Da endet fich fein Tyraney,

Ward von ſein m Volck erſchlagen, Als er durch groſſe Wuͤterey

Ließ toͤdten, martern, Plagen Die Lehrer in dem Chriſtenthum, Ach Gott wie iſt die Welt fo blind, Daß fie durchächt die Chriſten from,

N Auch Decius der groß Tyran ıb)

derck⸗ (a) Die ſechſt Verfolgung Ann. 234. Eufeb. lib. 6 £.20. .%57. Berfolg. Anno 252. Hiſt. Euf. lid, 6. cap. 29.

Euflid. 7.00p.2

Das 3 Lied. | Bi Mercklich fing zu verfolgen an, Viel Chriſtenbluts vergoſſen, Damit viel Volcks geſchreckt ad, Daß mancher Ehriftum übergab: Er hats Doch wenig g'noſſen. Er wuͤttet nicht viel übers Fahr, Ertraͤnckt in einer Pfuͤtzen.

Sein Sohn kam um in diefer G’faht, Chriſtus fein Feind kan ſchmuͤtzen: Wenn er die Ruht genug genuͤtzt, Wirfft er ſie in das ewig Feur, Ambroſ libz⸗· Sein Reich er ewiglich befitst, 21. officiorũ

20

Als S. Lorentz ſah Gluth und Roft, J Sprach er, Solch edle Speiß und Koſt

Im Hertzen mich erquicken. J— Mir macht Erkühlung dieſes Feur, So dich O Keyſer ingehur

Das ewig Feur wird ſchlicken. Chriſtus mein Koͤnig iſt und Gott,

Denn will ich frey bekennen.

Ich ſag ihm Danck fuͤr dieſen Todt,

RT mich von ihm nicht trennen: O Menfch laß dirs zu Hertzen gahn: Wiltu mit Chriſto haben Freud Sm Creutz muſt auch bey ihm beſtahn.

J

zT, Man plagt zu Alexandria.

Die

oe Die Chriſten auch wie anderfivo,

Leib Haab ımd Gut geplündert, Aplonia Die Jungfrau zart, Euflid.c.c sn, Als fie Das Feur auſchauend ward,

Sprang fie drein unverhindert Symphoria die prang zum Sohn,

Leg Din mit Sreud dein Leben. Ehrifius der herſcht ins Himmels thron,

Wird Bir Das ewig geben. ©. Agath ſprach, Der Todt mich freut, Das korn vom firch muß drofchenfenn, Die Seel von Leib in Himmel ſcheydt.

22, 8Verf.An 262. Valerian und Galien, Eufelio.s.can.g | Das Keyſerthum regierten zween,

Lieſen die Chriſten toͤdten.

Die nicht wolten ihres glaubens ſeyn, Abgoͤtterey mit ihnen g'meyn |

Verehren und anbätten. DarauffTeufd volck im Waͤlſchen Land

Das Roͤmiſch Reich hat geendet, Unſchuldig Blut bleibtnichtung’ftrafft, |

Valerian ward geblendet,

Ein s Koͤmgs Fußſchaͤmel mußt er ſeyn, Ein arm gefangner biß zum Todt, Gott ſtrafft ihn hie und dort mit Pein.

Bi a © ! . Aurelian der Roͤmiſch Zürft, 7 A

Das Lied. 2a Hat auch nach groſſem Pracht gedürft, Hat fich in Gold geſchmuͤcket, Die neundt Berfolgung fing er am, Und war ein fehr abgottifeh Mann, Die Ehriften untertrücket, 9. Verf⸗ Befehl fehickt er in alle Land, An.274 Die Ehriften folten fterben, Die fich alsbald gerüftet hond, Den Dimmel zu ererben, Sich auffgeopffert ihrem Gott, hr her und Haupt gehebt einpor, Zum Leben Drungen Dusch Den Todt.

24, Der Keyſer Diocletian, or Verf Regirend, mit Maximian, An 288 He Ehriften hond zerftöret 83.18 Mol zeben Jahr in aller Welt, Mit tödten grauſamlich gefellt. Viel Städt nud Land geleerek. Zu Augſpurg Afra ward verbrendt, Und viel in Teutfchen Landen, Die Ehriftum ihren Gott befennt, Auffg’lößt Durch Todtes Banden. Sein Fuß der Keyfer küffen hieß, Die er mit Gold und Steinen ſchmuͤckt, Und ſich als Gott anbäten ließ. 25 Hift.Euf.1l.9,c.15.18 Weil nun der Roͤmiſch Kenfer * & d 4

8 "Das 3 Lied, Daß man ihn wie Gott ehren fo Und Ehrifti nicht gedencken.

Hat Divcletian fich geſtuͤrtzt, Mit Gifft fein Leben ihn verkuͤrtzt, Maxuninian ſich henckte P Beil num daß. Roͤmiſch Reich der Zeit Sp wuͤtt und grimmig haufer, Genommen hin der Ehriftenleut | So manch mal hundert taufend: So mußt das Reich auch untergahn: Es fiel dahin, ward tödtlich wundt, Sein Bild doch wieder kam auf Bahn.

25. Thalia ſprach gar ſchoͤn und fein | Wenn diefes Leben wär allein, Aocal.x Ber folt es gern verlaffene; Anıaz: Beil aber Dort ein ewiggift, Welchs ums eröffnet Jeſus Chriſt, Sp wolln wir dieſes haſſen, Ramanus ſprach, Bin ich beraubt Als was ich hat auf Erden, Kan mir Doch der, in den ich glaub, Kein’s wegs genommen werde: Doroihea war auch bereit Zu ſterben lieber, dann daßfie Bolt folgen des Tyrannen b’fchendf; 17; ©. Agnes alt dreyzehen Jahr,

FE)

a

en Dis Vi 125 u Rom ein fchön Jungfraͤulein war, Durch Sterben fand dag Leben. um Wuͤttrich ſprach die edel Mag), Zen Ehrifio bleib ich unverzagt, Ihm hab ic) mich ergeben: ein Götter find nur Element, Die man im Seur muß machen: Jer fie vor feinen Gott erkennt, Verſchlingt der Höllen Rachen. Rein Gott wohntnitim holt noch ſtein, doch in Aufjerlicher Geftalt, Jen Himmel bat er nommen ein,

23.

8 S. Margret die Feufche Maid, hr arıne wenig Schäflein wendt, _ Des Lands Herr fie erfahe. <a) A-347€in erfelb begehrte fie zum Weib, Biſcoff zu ein opffert fie aufihren Leib le JEſu ihrem Liebhaber, 3% . Katharin die auſſerwehlt, u Biel Schmach und leydes auch erdulf, af re nur ihrem Gott gefiel. Ließ ſich nicht von ihm dräuen, ie fuͤnfftzig Meifter fie bekehrt, tif ihrer tugendfamen Lehr, ie durch Gott all worden gelehrt,

onSapor Perſer Koͤng man fchreibt (a) Er

Das 3 Kied

Er hab der Chriſtenleut entleiht

Schzehentaufend Mann und Weib Als Simion hundert Retzgen fach, Gar tröftlich allen er zufprach,

Jeder beftändig bleibe, Ihr Kinder Gottes auſſerwehlt,

Kein beſſer Ding auf Erden, Dann alſo fterben von der Welt,

Ehrifto gleichförmig werden,

Sein Schweiter füget man entzwey,

Sathan in feinen Öliedern wirt, Die Ehriften plagt er mancherlen.

30. Der Vandler König Genferich, In Africa plagt jammerlich Die Ehriftum Gott bekannten: Wie auch der Arrianiſch Pracht, Der Chriſtum Gottes Sohn veracht, Fin Credtur ihn nandte, Das Chriſtenthum gantz untertrieb, Darnach ſich zugetragen: Des Antichriſts Regierer blieb, Keinn frommen ließ auf ragen. Dann wer die rechte Warheit lehrt, Den kan die Welt erdulden nicht Beil ihr” G'lehrten find verkehtt.

31. Chriſtus ſich wieder jetzt erzeigt,

U nn ze ll —— BT

Das 3. Kied, Er)

ir leisten Zeit fich zu uns neigt,

Die falſche Lehr wil daͤmpfen .Cheſſ. 3. it Wort und Geiſt aus ſeinem Mund, on Irrthum machen viel geſund,

Hie für die Wahrheit kaͤmpffen. o zeigt der Sathan auch fein Macht, Richt an viel Blutvergieſſen: Menſch allein zu Chriſto tracht, Mat. = Wiltu ſein s Reichs genieflen.

3 freu ſich jetzt ein jeder Chriſt,

n Ehrifti willen leidt er Anaft, ein Lohn dort groß im Himmel iſt.

I ser Ehriftum feinen Gotterfent, Job-& id fich von diefer Welt abwendt, Her bat nicht Platz auf Erden. Defchläger, Nauber, Sauffer, Dieb, je groſſe Schaltk die Welt hat lich, Der Ehrift verfolgt muß werden, er freu fich Dann als Gottes Kind, Sein’n Herren Ehriftum preife: er ihn ledigt von Sathans g ſind, * Durch todt zum Leben weiſet, "7 pet = um ſind die Ehriften Pilger gnendt, r Todt währt hie einn Augenblick, r ewige Leben bat Fein End.

| h fig Stadt bi Kir, (ei heilt adt von Himel ſte a}

28 Das 3 Lied

Ei N. | Sich gegen ihrem G’fpons erzeigt, Geladen in fein Ramımer, Watt.2a Zumbocyzeitlihen Abendınal guy, Des Lamms Braut eiler überal Durch Todtes Angſt und Jammer Wer uͤberwindt, wird bfißen Freund, Goͤtt wird ihr Trauer wenden, Dort wird ſeyn, weder Todtnoch Lend Gotrs Klarheit wirds vollenden. Dargegen bieibt der gottloß Hauff Sin See voll Schweffel, Feur und Beh Her andre Todt hört nimmer auf.

34. Deßhalben jeder Ehrift bab acht, Dein’s Herren Leiden ftäts betracht, Und aller feiner Glieder. Du muft auch unters Greuße ftehn, Dein alter Menſch muß untergehn, (a Wiltu erfiahn herwieder. (a) Marc. - Ob uns die Welt fan dulden nicht, Gedenck warum wir leiden, Um Ehrifti willen ſolchs gefchicht, De Welt mußd Wabrbeit neiden. Don Anfang find die Heil’gen all Um Ehrifti willen a’ftorben bie, Mebr.ız

B Ä [

Uns foll erinnern gleicher Fall. 35. | Es fen die höchfte Freud geacht,

Be

Das 4 Lied. __ 29

Benn Ehriftus einen würdig macht, Don feines Nahmens wegen

jerfolgt zu werden und gerödt, Adtor.g

jap er die Warheit bie gefteht, ıPeur.4 Erlang fein Reich und Segen.

ft doch ſonſt nichts dann Düurfftigfeit Allhie in dieſem Leben,

ziel Trübfal, Elend, Angſt und Leyd. Nach Ehrifto foiin wir ftreben,

it ihm zu ſterben arlermeift,

Ind ſagen drauff, In deine Haͤnd

Sefehl ich div Herr meinen Geiſt.

AMEM, Das 4 Kied,

in Lobwuͤrdig wunderthätige Hiftorie, zus dem andern Buch Machabeorum am 7. Cap. Und geht im Thon Hertzog Zrnfken,

I er mercket auf ihr Ehriftenleut, Ein Koͤnig ſey geweſen. s iſt furwahr Fein Fantaſey, zon feiner groſſen Tyranney, Wie ich das hab geleſen. ntiochus der König hieß: Als übels thät er pflegen, ziel Juden er umbringen ließ Don ihrer Satzung wegen, | ee Gapb

Uns ſagt die Schrifft, wie auf ein zeiß

98 m, De 4 Lied Gar jaͤmmerlich er ſie ermordt. Kein Boßheit war ihm je zu viel, Als ihr werder hören fort.

2, ‚Er ſchallt in feinem gantzen Land, ind wo er einen Juden fand,

Her ſich nicht wolt beeehien on feiner Sakung und Gebott, Und was ihn’n geben war von Gott,

Den peinigt er fo fehre. | Ein frommer Jud darunter was, Eleqzar mit Namen, ‚Der Diener Bott ohn unterlaß, |

Und that ſich deß nicht fhamen Darum der König zoͤrnet hatt, Den Juden er gefangen legt, Ihm auch nicht lang das Leben ſpart

3.

Als es mit dem vollendet was,

So mercket nun noch mehr vorbaß, ie es ift weiter gangen:

Ein Juͤdiſch Weib war unter ihmn,

Ein Mutter die hatt ſteben Söhn, Ne waren auch gefangen,

Der König auf fie trang mit Noht, Das Schweinenfleiſch zu effen

Wieder ihr Satzung und Gebott,

And chat ſich viel vermeſſen:

| Das 4 Lied, 29

——

Helch o hn n von Gott berbotten was, )as hielten fie gantz fleiſſiglich, Kein Jud daſſelbig aß.

4. Sie trieben mit ihn n ihr Geſpoͤtt, er König ſelbſt mit ihnen redt That ihnen alfd fagen: Ber Schweinenfleifch nicht effen thaͤt, Jen wolt er an derfeiben Stätt | Mit Riemen laffen ichlagen, -iner auß ihn intonderbeit Gar dapffertich that ſprechen: u sterben find wir all bereit, daß wir wollen brechen Ja G'ſetz von unfern Eltern her Belches fie von Gott empfangen hond, Zu einer Weiß und lehr. |

| 5. ſls er nun rede diß ſcharffe Wort, Ind da der König das erhort,

Bewegt er ſich von Hertzen, | Nit groſſein Grimm er von ihnmn ging, Sehr groſſen Unmuth drob empfing, Und kuͤmmerlichen ſchmertzen: Schöpfft einen groſſen Neid und Haß eg Dielen Süngling frommen,

(ls er ihm nicht gehorfam wag, Bald hat er DETBERERNUEN 2

—— Ein boͤſe Lift er ihm erfund, Was Todts er ihn umbringen wolt, Gleich zu derſelben Stund,

6. Des Koͤm gs Befehl man bald nachkan Das man Hafen und Pfannen nam, Und hieß fie gluͤend machen, Solch s thaͤt er ihnen als drumm, Das fie waren gerecht und frumm, Und Gott's Geſetz nicht brachen, Als diefeg gar bereiter war, Bir ihnen ward gebotten, Da brachten fie den eriten dar, Und fingen an zu ſpotten. x Das thaten fie ihn n um Unſchuld, Die groſſe Pein die man ihn thaͤt, Litten fie alie mit Gedult.

7:

Der König ihmn gebotten hätt Zur erften Straf fo man ihn thaͤt, _ Solt man die Zung abfehneiden, Kein Gnad er gar bey ihnen fund, Darnach man ibn die Haut abſchund, _ Noch mehr mußt er Da leiden, Dabey ers noch nicht bleiben ließ,

Daß er ihn har getehunden, Hieß ihm abbauen Hand und Fuͤß, Das g'ſchach zu einer Stunden. m

7 ___Dasatid , se och hielt er ſteiff an dem Gebott, in allem Leiden das er hat, dofft er auf feinen Gott. 8

die dritte Straf er ihn anthut, in Pfann tet man ihm auf ein Gluth⸗ Und ließ ihn darin n röften. Als er war in der groffen Dein, Nie Mutter und die Bruder fein Ihn fingen an zu troͤſten, daß er in Gott 8 Geſetz und Lehr Beſtaͤndig folte bleiben, In dem führt man den andern her, Den Spott mit ihn zu treiben. Erſtlich ward er von ihmn gefragt, 5b er das Schweinfleiſch eſſen wolf, Eh daß er wird geplagt,

9, Er forach, Das woll Gottnimmermehr.- Deß werd er auch gepeinige ſehr, Gleich wie der erit erlitten, Als er war in der groſſen Noht, Lind überwandt den bittern Tod, Ha ging es an den dritten, Die Zung man ihm auch bald abſchnit, Und vöfter ihn befonder. Noch) achtet er diß ailes nicht, Das nam den lee wunder, XK

SE Und einen jedem der ihn fach,

Als er war in der feßten Roth,

Hoͤrt wie er zu ihn prach.

Io, Das had ich all’g von meinem Gott Fuͤr feine Satzung und Gebott Wil ich diß alles leiden, Auch reut mich weder Gut noch Geld All s was ich hab in dieſer Belt, Will I zwar gerne meiden. DD ich ſchon jest im Leyd und Klag. Verlier mein Leib und Leben, Wird mir doch Gott am juͤngſten Tag Das alles wiedergeben. Sein Hoffnung da blieb unzertrent, Alß er die Wort mi ihnen redt, Nam er ein ſeligs Endt

LT, Alſo Der dritt’ geendet hätt, Dem vierten man auch alfo thaͤt, Er ſtarb gar ritterlichen Der fuͤnfft und ſechſt mußt auch daran, Gar mannlich thäten fie beftahn, Ihr glaub bleibt unverblichen

s

DIE alle in einer Stund gefchach Als wir gefehrieben finden.

Die Mutter ſtuhnd Dabey und fach, An Ihren eignen Kinden

Die |

m die jämmerliche Pein fo ſchwaͤr, ßar nah demſelben Weibelein Das Hark, zerbrochen war. 12

Sie tröftjeden in fonderheit, Haß er fen willig und. bereit Vor Gottes Ehr zuſterben, Auch vor feine Gebott und Stab, Wir haben ein n verborgnen Schatz, Her mag uns nicht verderben: Sb euch ſchon hie Gewalt geſchicht, So laßt euch Doch nicht ſchrecken. Dañ Gott wird uns am jüngften Gricht Allſammen aufferwecken: nd wird ung geben Seel und Leib, Daran ich keiuen Zweiffel trag, Sprach das gottesfoͤrchtig Weib.

13 Sofches und dergleichen mehr, Darzu viel ſchoͤner weiß und Lehr Thaͤt fie ihn allen geben: | Der fiebend war ein junger Rnab, Den wolt der König mahnen ab,

Das er behielt fein Leben: Berhieß ihm groffes Gut und Goldt, Wolt ihn gar hoch begaben, |

Wenn er fich jest befehren wolt, Und ſtehn von feinen Glauben,

94 Das 4 Lied.

Ja all s was er von hm begeht, Schwur er ihn theuer mit einem Ent Deß ſolt er ſeyn gewährt,

14 Das hielt ex als vor ein Gefpött, Hoͤrt wie er mit dem König redt,

Der Juͤngling alſo Fühne:

D König hört die Antwort mein, Ein fehwere Straff und groffe Dein,

Wirſtu an ung verdienen.

Dann Gottes Urtheil und Gericht

Wirſtu zwar nicht entrinnen.

Die Boßheit er nicht überficht,

Das wirftu werden immen. Darum er dich dann firaffen wird, Beil du mich und die Brüder nein So ſchaͤndlich haft ermoͤrdt.

15 Als er ihm Diefe Antwort gab, Erzoͤrnet er gar fehr darob, Lind that ihm nicht gefallen. Da führten fie ihn auch dabin, Bank jaͤmmerlich fie plagten ihn, Ja harter Dann fie alle. Auff Gott feßt er fein Hoffnung feſt, Damit fchied er von binnen. ‚Die Mutter thaͤt man auch zuletzt Gar jaͤmmerlich umbringen.

A a Selb achten ward fie hingericht Klein von wegen ihres G'ſetz,

Alſo beſchließ ich die A

Dass Kid Diß Lied hat gemacht Joͤrg Blaurock, der erften Brüder einer, im Echtzland vers brande Ann. 27. Im Dannheuſer Thon

4, GEH führt ein recht Gericht, | Und niemand mags ihm brechen Wer hie thut feinen Willen nicht, Heß Urtheil wird er fprechen.

2. Gnaͤdig biſtu O Herr und gut, Guͤtiglich laͤßt dich finden. Wer hie auf Erd dein Willen thut, Erkenſt vor deine Kinden.

3. Durch Chriſtum ſag'n wir Lobu. danck, Vor alle ſeine Guͤten, Daß er uns unſer lebenlang Vor Suͤnden woll behuͤten.

4. Der Suͤnder fuͤhrt ein ſchwer Gericht, Wird ihn ſicher gereuen. Von Suͤnden will er laſſen nicht, Gott wahrnet ihn mit Draͤuen. u | | | er

BR};

24

Br. Das f, Lied.

y 5, So er komt in fein Herrfigkeit Das ers Gericht wird Dfiken, Damm wird es ihnen werden leid, Kein Ausred wird fie ſchuͤhen. 6

Sein Wort läßt er bie zeigen an,

Der Menſch ſoll fich befehren,

Glauben dem Wort und tauffen lahm, Und folgen ſeiner Lehren.

ER Rum mercket aufihr Menfchenkind, Steht ab von euren Sünden. Send nicht verzucht, gottloß und blind, Weil ihr den Artzt möge finden.

8. Grauſam wird es dem Suͤnder gohn, Der ſich nicht laͤßt beſchneiden In ewig Pein wird ihn Gott than. Da er muß bleiben und leiden.

9. Denn du Herr biſt ein gerechter Gott, Niemand wirftu betriegen, | Bewahreſt vor dem andern Top, Die Dich von Hertzen lieben.

IO, Du bit SO Herr ein ſtarcker Gott, Die Hoͤll Haft aufgeftoffen,

Uns |

RN

—— ne

II, Hott dein Barmbersigkeit ift groß Ob den fo fich befebren. Machft fie all ihrer Sünden loß Durch Ehriftum unfern Derrem.

12, Hott heißt das gantz menfchlichgefhlede , 7

Ihn fuͤrchten und auch lieben, Nachfolgen ſeinem gerchten Knecht, In ſeiner Lehr uns uͤben.

13.

Der Suͤnder achte vor einen Spott, Wenn man ihn Gott heißt lieben, - Welch's ihm wird bringen groffe Noth,

Gott laͤßt ſich nicht betruͤgen.

14.

Antchriſt lehnt ſich mit Schaͤrffe auf, Liber die ſo Gott fürchten.

Ach Herre Gott wolleft fehen drauf, Dein ſchwache Gfehirzlein ſtaͤrcken

15 | Nun habt Gedult ihr lieben Kind, Um meines Namens willen, Ob ihr ſchon hie gehaflet find, Den Kummer will ich ftillen.

16, Bott Vatter wollft durch deine Treu

8 Sl Das $ Ried,

Uns nimmermeht verlaffen, Taͤglich O Herr du ung ernen, Zu bleiben auf der Straffen,

ER,

Durch Chriſtum rufen wir zu dir, Als durch dein Leiden zarte

Dein’ Treu umd Liebe kennen wir, Auf diefer Pilgerfahrte,

18:

Verlag uns nicht als Deine Kind, Von jest big an das Ende,

Beut uns dein vätterliche Hand, Dog wir den Lauff vollenden,

19, | So wir den Streit vollendet hon, Dann ift die Kron erlanget, Die ſetzt ung aufder Füngling ſchon, Sp an dem Creutz gehanget.

20,

Das Leiden ift ſehr groß und ſchwer Um unſert willen g’fcheben: Hilff daß wir dir drum dancken fehr,

Und dich mit Freuden feben.

21 Vatter aus Gnad haſt uns erwaͤhlt, Und ung nicht thun verfehmähen, _ Gib daß wir, wenns zumScheiden faͤllt, Den Lohn mit Freud a | u

' Das 5 Kied, ", a... 22, um Abendinal mach ung bereit Durch Ehrift dein liebes Rinde, tie Deinem Geiſt du uns befleid.

om Tod und Leyd uns binde,

ai o wir daſſelbig eſſen wend, Wer wird uns zu Tiſch dienen? as tbut der alle Herten Een’t, hat unfer Sünd verföhnen,

24.

elig find Die geladen ſeynd

Zu dieſem Abendinale,

en Ehrifto harren big ans End, In allerley Trübfale,

25, sie er dann felbft gelitten hat, als er am Ereuß gehangen, ſo es jetzt den Frommen gadf, Sie leiden groſſe Zwangen,

26, len, die ihr hochzeitlich Kfeid In feinem Weg verlesen, n bat der Herr ein Kron bereit, Die will er ihn auffſetzen.

; 27. | | eicher das Kleid nicht an wird hon, So der König wird fommen, |

| DODerſelbig

40 | Das g Lied, 7— Derfelbig muß zur lincken ſtohn Die Kron wird ihm genommen,

28 Man wird ihm binden Haͤnd und Fuͤ Beil fie nicht fein befleiden, Und werfen in die Finſternuͤß Von dieſen groſſen Freuden.

29. Ach Herr ſo gib uns Liebe rein, Zu wandlen unverdroſſen, So wir von hinnen g’fchieden ſeyn, Die Thür nicht ſey verſchloſſen. 30.

Wie es den thoͤrichten ergieng: Herr Herr thaͤten fie ruffen. Kein Del ihr Lampe ein empfing, Sondern alle ‚entfchlieffen,

31. Selig ift der da wachen thut Mir den fingen Fungfrauen, Der wird einnehmen ewig’s Huf, Und Gottes Klarheit (hauen,

3 Wann der Koͤnig auf brechen wird Mit der Poſaunen Schaͤlle, Alsdann werden mit ihn geführt Die Aufferwehlten alle, |

\ 3 2% | - Darum Zion du heifge G'meyn,

Das 6 Lied. 41

Schau was du hafbempfangen,

13 Halt und bleib von Suͤnden rein,

So wirft die Kron erlangen. | Das « Kied,

n ander Lied, Felix Mantzen der erften üder einer, zu Zurch Anno 1526. ertraͤnckt. ı Thon, Ich ſtuhnnd an einem Morgen.

I,

I Luft (0 wil ich fingen, _

Mein Ders freut fich in Gott, er mir viel Kunſt thut bringen, Daß ich entrinn dem Todt r ewiglich nimmet fein End. "| Ich preiß dich Ehrift vom Himmel c mie mein Kummer wend,

2;

n mir Gott thut zufenden

zu eimın Vorbild und Licht,

r nich vor meinem Ende

zu feinem Reich beruft,

ich mit ihm hab ewig Freud, Lind liebe ihn von Hertzen,

ch all fein Hrechtigkeit,

e hie und dort wird gelten, Ber will das Leben bon, e laßt fish Bam ſchelten, | 2

* Das 6 Lied.

Ohyn fie mag nichts beſtohn,

Alſo zeigt auch Die Heilig Schrift, Ber ihr thut wiebderftreben,

Auch ander Leut vergifft.

4. Der'n man jetzt viel thut finden Wohl auf der Erden weit,

Die Gottes Wort verkünden, Stehn doch in Haß und Neid, Kein Goͤttlich Liebe fie nicht hond,

Ihr Bfcheiffen und Betriegen Wird aller Welt bekant.

5. Als wir dann hond vernommen In dieſer letzten Zeit, Die in Schaffskleidern kommen,

Als reiſſend Woͤlff bereit,

Haſſen auf Erd die Frommen all, Wehren den Weg zum Leben, Auch zum rechten Schafftall.

6

Solch's thun Die falſch Propheten, Und Heuchler dieſer Welt, Die viel fluchen und baͤten, Ihr Glhaͤrd iſt gantz verſtellt. Die Oberkeit fie ruffen an, Daß fie uns folle tödten, Dann Chriſt har fie verlan.

&

7. Ehriftı

Das 6 Lied.

Tr riſtum den will ich preifen, Der alle G'dult erzeigt, me uns gar freundlich weile Mit feiner Gnad geneigt, eweißt Die Lieb an jederinan, Nach feines Datters Arte, elch's Fein falfcber tbun fan,

8

ir muͤſſen unterſcheiden, Nun mercket mich mit Fleiß, e Schaͤflein auf der Heyden, Die ſuchen Gottes Preiß.

A

an dauert fte Fein haab noch Gut, Durch Chriſtum Den viel reinen,

r halts in feiner Hut.

9. riſtus thut niemand zwingen u feiner Herrlichkeit, ein wird's dem gelingen, Der willig ift bereit,

rch rechteu Glaubẽ und wahre Tauff Wuͤrckt Bug mit reinem Hertzen,

m ift der Himmel faufft.

\ IO, ech Ehrifti Blutvergieffen, Welch's er hat willig thon, that ihn wie verdriefien, 93

Ma Das 6 Lied Welch's er uns weiſt gar ſchon,

Begabet uns mit heilger Krafft. Daun wen fein Leib thut treiben,

Der waͤchſt in Gottes Saft,

Ä II, Die Liebe wird zwar gelten, Durch Ehrift zu Gott allein. Kein Pochen hilfft noch Schelten, Es mag nicht anders ſeyn. Dearin’n Gott ein Gefallen bat, er Die nicht mag beweifen, Findt bey ibm Feine Statt,

12,

Die Lieb in Ehriftum reine,

Verſchonet bie den Feind, Mer mit ibm Erb will ſeyne,

Dem wird auch das verkuͤndt, Daß er beweiß Barmhertzigkeit,

Nach ſeines Herren Lehre, So wird er ewig erfreut.

13. Chriſtus thut niemand verklagen Wie jetzt die falſchen thun, Die Chriſtlich Lieb nicht tragen, Sein Wort ach nicht verſtehn, Moch wollens Hirten umd Lehrer ſeyt Muͤſſen zu letzt verzagen, Ihr Sold iſt ewig Pein,

34. Chrif

Das 6 Aid, 9 14.

riſtus thut niemand haſſen,

Auch feine Diener nit,

leiben auf rechter Strafen,

Nach ihres Herven Tritt.

as Licht des Lebens hond fie bey ihn,

Freuen fich dei von Hertzen,

t aller Stommen Sinn,

15. ie Neid und Haß erzeigen,

Mögen nicht Ehriften ſeyn,

id fich zum Böfen neigen,

Schlagen mit Faͤuſten drein.

uffẽ vor Ehrifto wie moͤrder und dieh, Unſchuldig Blur vergieſſen

t alles falſche Lieb.

16. abey ſoll mans erkennen Die nicht mit Chriſto ſind, ie Chriſtlich Ordnung trennen, Wie alle Belials Kind, Als Cain feinem Bruder that, Als Gott zu Abels Opffer thaͤt Lehren, racht ihn in groſſe Noch. |

I ienut will iche befchlieffen, | Merckt auf ihr Srommen all, > fol uns nicht verdrieſſen

» 4 Zu

45 Dis 7 Lied.

Zu betrachten Adams Fall,

er auch annahm der Schlangen ratl

hät Gott ungehotfam bleiben, Drum folget ihm der Todt.

18. So wirds den auch geſchehen, Die Chriſto wiederfiohn, Weltliche Lüft anfehen, Kein göttlich Lieb nicht hon. Alſo hat dieſes Lied ein End, Bey Chriſto will ich bleiben, Der all mein Noth erfent. AMEN Das 7 Lied, Ein ander Lied, Michel Statlerg, zu Ro tenburg am Necker mit glitenden Zangen ger fen, Die Zung abgefchnitten, Darnach Ders brendt, Ano. 27. den Map. Sm Thon, Chriſte der da bift Tag und Licht, J—— I Chriſtus mit fein’ wahren Leht Verſammlet hatt’ ein Feines Hed Sagt er dafs jeder mit Gedult | Ihm taglich’e Creutz nachtragen ſolt

2, Und fprach, Ihr liebe Juͤnger mein, Ihr foller ailzeit umınter feyn, i Auf Erden auch nichts lieben mehr,‘ Dann mich und folgen meiner Lebe,

3. Dir Welt die wird euch ſtellen nach,

Das 7 Lied, 4%

Ind antbım mache fottund Schwach, Derjagen, und auch fagen frey, Wie dag der Sathau hr euch ſey.

| " |

Vañ man euch num läftert und ſchmaͤcht,

Reinethalben verfolgt und fchlägt, Seyd froh, Dann freche euer Lohn Iſt euch bereit ins Himmels Thron.

SL Seht mich an, Ich bin Gottes Sohn, Ind hab auch allzeit wol gethan, Ja bin zwar auch der allerbeft, Noch habens mich getödt zuletzt. 6

Beil mich die Welt ein böfen Geiſt

Ind argen Dolcksverführer heiſt,

Auch meiner Warheit widerfpricht, . Sowird fies euch auch ſchencken nicht,

Noch fürchteuch nicht vor folchem Dan,

Jer nur den Leib ertödten kan: Sondern fürcht mehr den treuen Gott, Der beydes zu verdammen hat.

8. Yerfelb probiert euch wie dag Gold - Ind ift euch Doch als Kindern hold, Ro fern ihr bleibt in meiner Lehr, Willich ench laſſen nimmermehr. D5 Daun

“Das 7 Lied

——— un.

48 9 | | Dann ich bin eur, und ihr fend mein, Drum wo ich bleib da ſo lt ihr ſeyn, Und wer euch plagt der rührt mein Aug Weh denfelben aujenem Tag. \ IO, Eur Elend, furcht, angſt, noth und pein Wird euch dorf grofle Freude fenn, - Lind Diet Schandein Preiß und Eh Bol vor dem gantzen Himmels Heer

IE, Die Apoftel nahmen ſolches a,

AUnd lehrten folches auch jederman,

Ber Dem Herren nachfolgen wolt, Daß der deſſen gewarten ſolt.

12.

O Chriſte hilff dur deinem Volck, elch s dir in aller Treu nachfolgt, Daß es durch deinen bittern Toͤdt Erloͤſet werd aus aller North,

13.

Lob fey dir Gott in deinem Thron,

Darzu auch deinem lieben Sohn: | Auch dem Heiligen Geift zugleich,

Der zieh noch viel zu feingin Reich, DIS

Das 8. Lied, 9 Das 8. Lied.

Fin ander ſchoͤn Lied hat Hanß Hut zu Augſpurg im Gefaͤngnuß gemacht, Darinen er ge⸗ fiorden, und darnach Ann. 28. verbrendt. Seht

im Thon wie man die fieben Wort fingt, Oder Jacobs Thon/Oder Lieber vatter wie bift, de⸗

Almaͤchtiger Herre Gott Be pie gar lieblich find dein Gebott, Lieber alles Gold fo reine | Du Wirft geehrt alleine In deiner heilgen G'meine.

2,

Dein Will der iſt ung offenbar.

Harinn leucht ung die Wahrheit klar, In allen Ereaturen, ga Gott hat ung auserfohren,

Harzu auch neugebohren.

3. Den Himmel umd dag Firmament ins zeigen die Werck feiner Hand, Daͤrzu fein grofie Ehre. Sn Land und auf dem Meere Thun wir erkennen lehre. |

| 4 Die Wercke Gottes find überall Auf hohem Berg und tierfem Thal, Darzu in ebnen gelden Die

go Das 8, Ried. Die Bögelin den Waͤlden Thun uns die Wahrheit melden.

5: Ein jedes Werck thut preiſen Gott, Wie ers ſo gut erſchaffen hat. Das thut der Menſch zerbrechen, Der Warheit wiederiprechen, Gott wird es an ihm rächen,

6, Die Wercke Gottes find wunderlich, In rechter Ordnung ewiglich, | . Der Menich foll fie erfahren,

Gott wils ihm offenbahren,

Er joll fie auch bewahren,

Drum hat Gott feinen Sohn geſandt, Der uns Die Warheit macht befant, Und auch den Weg zum Leben: So wir darnach thun ftreben, Sein Geift willer ung geben,

8. Der zeigt ung an die Heilig Schrift, Drinn Gott fein Teftament geftifft, In feinen: Sohn fo reiche, In aller Welt zugleiche, | Niemand drum von ihm meiche,

9. Den Todt er überwunden hat, Ein’

ve in rechter Menſch und wahrer Gott, Mit Kraft bat ers bemeifet, Mit Warheit ung gefpeifer, Darum wird er gepreifet.

IO, )rum fandt er uns den Heiligen Geift, Yer aller Blöden Tröfter beit: Ins Herk will er uns führeiben, wir in ihme bleiben, | AP Suͤnd und Lafter meiden.

—— er Heilig Geiſt der iſt das Pfand, er uns zum Erbiheil ift geſandt, Welches Ehriftus uns erworben, Als er am Creutz geſtorben, Mit der Welt nicht verdorben.

12, dem Batter ſey nun Lob und Ehr, Yer ewigbleibt und immermebr, Und ewig halt feinn Namen, Seins Sohns wir uns nicht ſchamen, Der helff ung ewig, AMEN, Ä Das 9 Liad. Fine ſchoͤne Hiſtorie, die ſich unter Keyſer 3alerio hat zugetragen, von einer Jungfrauen Burg genandt, und einem Juͤngling. Geht in Georg Wagners Melodey.

L, broſius klaͤrlich befchrich

52 Das 9 Lied are ce Eine Gicht von Chriſtlicher Lieb, So ſich hat zugeftagen, Unter Kenfer Vaͤlerlo

Der ließ die Chriſten plagen.

EN Als er gen Antiochiam kam, Ein Jungfrau, Dura war ihr Nam, Ein Ehriftin ward gefunden, Die ward da vor den Kehſer bracht, Der lieg fie zu der Stunden, ;

J—— N Fuͤhren in ein Schandhauß gemein. I Die Jungfrau züchtig, keuſch und rein I: . Mm Spott md Schmach zu ſchanden. Die Sungfras rieff in diefer Noth,

Zu Gott, und wandt ihr Handen.

4. Errette mich du Sonn Davids, Vor Suͤnd und Schand Herr mich behuͤt. Laß dich meins Leids erbarmen. Dblitt ich Dich durch Jeſum Chriſt, Komm bald zu Huͤlff mir armen.

; Js Die Klag erbört ein Süngling fein, Ein Ehrift, der ging zu ihr hinein, Sprach, Jungfrau biß obn forgen, Don mir folt bleiben ungefchendt, Bart mit. Gebult bi norgen.

a wu

53,

Fre ung

Das 9 Lied.

6.

50 will ich Dir helffen davon,

zald leg du meine Kleider an, | Und geh aus dem Schandhauſe,

50 leg ich auch an dein gewandt, Und bleib hirin’a ohn Graufe,

| Zu nt )ie Jungfrau Iobet Gott zuhand, sing hin in des Juͤnglings Gewandt, Bald kam ins Hauß gemeine zon Keyſers Hoff ein Trabant alt, Sand den Juͤngling alleine | 8

itzen in jungfraͤulicher Waht.

er Traband ſtuhnd vor ihm ſchamroth, Und thaͤt ihn hart verſchmaͤhen,

ing Din und fagts dem Keyſer an, Der liegden Juͤngling fahen.

3 9.

er Kenfer ward ergrimmet ſehr,

ragt ihn ober ein Ehrift auch wär, Der Jüngling Antwort gabe:

ch glaub in Ehriftum, bin getauft Don ihm weich ich nicht- abe,

Io, er Kenfer bald das Urtheil gab, ar man ihin’s Haubt foltfchlagenab, Ward batd dem Hencker geben, a

a,

z Das 9 Aid,

Der führt ihn aus auf die Richtftatt,. Wolt ihm nehmen fein Leben.

Il, Bald das erhört die Dura fromm, : Daß man ihn da wolt bringen um, Lieff fie in dieſen Möthen, In fehneller Eil auf die Richtftatt, Wolt ihren Bruder retten.

2, Ich bin fchuldig an Deinem Todt, Sprach die Jungfrau in Diefer Noht, Hertz lieber Bruder meine: Darum ich vor dich fterben will, Retten Das Leben deine,

13, Der Juͤngling züchtig antwort gab, Ach Purga laß zu bitten ab, Sterben will ich alleine, Und preifen heut mit meinem Blut, Gott unfern Vatter reine,

I4, ura die süchtig Jungfrau ſprach, Ich leid vor dich den Todt und Schmach Zu Lob des Herren Namen: Der helff uns wider gnaͤdiglich In ſeinem Reich zuſammen

15. Bald das erhoͤrt der Wuͤterich,

Das 10. Lied

—— ——

F die Thriſten m williglich In Todt ergeben haͤtten Rein's vors ander ſterben wolt, Ließ er ſie beyde toͤdten 16.

ſo erlangten ſie die Kron, ey Gott die ewig Ruh und Wohn Ihr Ehriften allgemeine, ßt euch diß ſeyn ein Spiegel klar, Und ſchaut mit Fleiß hineine. 17

en Glauben auch mit Lieb beweiß, itt Gott, fein iſt allein der Preiß: Daß wir auch alleſamen in Hertzen mögen folgen nach, Durch Jeſum Chriſtům, A M rn

Hans Büchel

Das 10, Lied. n teöfefich Lied von fünff frommen, u Antdorff auf einen Tag verbrendt, Sm Thon, Wo [Sl ich mich bite kehren / ich armes/ zc.

i u, U lob Gott Batter Sohne, Und auch dem Deilgen Geiſt, feinem höchften Throne, Singen wir allermeiſt E Don

6 Das 1o Kied, '

Bon fünf Chriſten Gemein Jetzt fingen wir alle ein:

Ihr Glaub ſoll ung gefallen Sur Gold und Edelftein,

2,

Durch den fie haben g’wonnen

Das recht verfprochne Land, Dem Seind find fie entronnen,

Erloͤßt von Spott und Schand, Ein Kron ward ihr bereit, Deren fie fich erfreut,

Die ſte auch überfommen, Zragen in Ewigfeit,

| 3 Als man fie hat gefangen, Spahrt man Fein Traurigkeit, Nach Gott ftuhnd ihr Verlangen, Der hat ihr Ders erfreut, Das bitter machet füR Das fie mit groffem G’nief Jul Hertzen wohl empfunden, Wie fie auch fehen lie,

4. Das Lob Gottes gar feine, Auf ibrer aller Mund, hat reichlichen erfcheinen

Den ihnn zu aller Stun, Gott haben ſie erkändt,

wen 1 menschlich Lehr geſchaͤndt,

So fich im Wort nicht gruͤndet, at Fein recht Fundament.

5. s fragten die Papiiten Don der Kirch Ehrifti fein, bs glaͤubten wie die Ehriften, Daͤß die Roͤmiſch moͤgt ſeyn. ie ſprachen all, O nein, ie Braut Chriſti iſt rein, Beſudelt nicht mit Blute, [s ander Voͤlcker g'mein.

6. |

om Pabſt thaͤten fie fragen, Was fie hielten von ihin? inhellig thaten fie ſagen,

Mit einmühtiger Stimm: er Pabſt warhafftig iſt

er rechte Antichriſt, Der wieder Chriſtum ſtreitet it falſcher Lehr und Liſt.

7: Las halt ihr von dem Brodte Wol in des Driefters Hand? ft nicht unfer Herr Götte, Sein Blut und Fleiſch genandtẽ nein ſprachens mit gir, iv haltens de dafür, | in

Chriſtue

a ya Das 10 Kied.

Ehriftus wirddeihfiehtenmen

Mit gar herrlicher Zier. 8

Sein leiblich Weſen iſte

Auff Erd zu ſuchen nit, Spricht der Evangeliſte,

Im Himmel ung vertritt, Dearinnen wird er fenn, Und unfer warten fein,

Biß er wird wiederfommen In gar herrlichem Schein.

9,

Der Marckgraff und Sorhiften,

Haben verfücht gar viel, Mit gar geſchwinden Liften

Ihn zugericht ein Spiel, Die Pfaffen dahin geredt Mit Draͤuen und Gelött,

Big fie zum Zodt verdammeh, Und letztlich auch getödt.

IO, Als man nım zum Todt führet

Die Männer alleſamt,

In Gott habens glorieret,

Mit Gfang die Leut erınahnt, Das man foll Gutes thun, Dann Boͤß bring böfen Lohn, Ein jeder foll zuſehen,

das ro. Ste, Z er ſeiner Seel verſchon. |

II, [5 man zalt fünffsen hindert Und neun und fuͤnfftzig Jahr, at viel Menſchen verwundert, Worden geführet dar ie Maͤnner wolgethan, uͤßten einander ſchon, Im Feur thatens erlangen tandharft die Marter Kron. 12. hr Ehriften jung und alten, So mercket mich gar fein, ie Lieb laßt nicht erkalten, Es wird euch nötbig ſeyn. hriftus der treue Dirt il folches fordern wird _ Bohl an dem Juͤngſten Tage, denn er das Grrcht einführr.

13,

rum laßt euch nicht erfchrecken, hriftus wird fcheiden bald ie Schaf wohl von den Boͤcken trafen mit groffem G'wald, >er jetzt fein Wort veracht, ie Gnadenzeit verſchmacht,

Her wird zur Hoͤll geſtoſſen urch Gottes ih und Macht.

! ne.

so Das 11. Lied,

Das IT. Hied. | Fin fehön Lied von Joͤrg Wagne zu Monchen verbrandt, Ann. 1527. Im Tho Es iſt ein Schafſtall und/ ꝛc. Oder Wie wol ich jest gantz ellend bin. I

Hr Er Ehriftojest will folgen nach EL Yiuf achte nichte der Welt ſchmac Das Creutz er auch muß tragen, Kein ander Weg in Dimmiel gebt, Bor ich von jugend fangen.

2

Alto that Joͤrg der Wagner and), Gen Himmel fuhr er in dem Rauch,

Durchs Creutz ward er bewaͤhret, Gleich wie man thut dem klaren Gold Von Hertzen ers begehret.

Es galt ihm feiner Seelen Heyl, Er acht keims Menſchen trauren, Er acht auch nicht fein Feine Kind, Noch feiner Ehlichen Frauen.

3. | Der Salefenthorn ward ihm zu theil,

4. Wiewol fie ihm nicht warn nunmehr, nd er gern ben ibn blieben wär, Hat Liebs und Leids gelitten, Kein Arbeit an ſeim Leib geſpart, Jar frommer Ehleut Sitten⸗ | $. Öle

P En x " Be

| Das ıı. Sid En | 5. eichwol er ſte verlaſſen muß, 5 war ihm Fein geringe Buß, Daß er von ihn a mußt fcheiden. ein Fuͤrſt mit feinem Fuͤrſtenthum, aͤtts ihm mögen erleiden, | 2 |

ween Barfuͤß⸗moͤnch in grauen Kleid, org Wagner tröften in fein Zend, Sie wolten ibn bekehren. + wieß fie in ihr Kloͤſterlein, Ihr Med wolt er nicht hoͤren.

; 7% 3 er Hencker führt ihn an einmın Strick m rath⸗hauß laaß man ihm vier Stuͤck, Darauf ſtuhnd ihm ſein Leben: b er eins wiederruffen wolt, In Todt thaͤt er ſich geben.

8. er erſt Artickel war nicht leicht, raff an die mündlich Ohrenbeicht, Kein Pfaff mocht ihm verzeihen, ieweil er wieder Gott getban, Her ihn allein Font freyen,

| 9

er Tauff iſt recht wie Chriſtus lehrt,

Benn die Ordnung nich! wird verkehrt, Bedeut fein AN Serben, |

%

62° Das 11. Pied.

Iſt ein Abmwarsungammfer Sand, Dardurch wir GW erwerben,

Io, Done Herren Chrifi Sacrament Joͤrg Wagner ihmn auch frey betend: Ich halt es vor ein Zeichen, Der Chriſti hingegebnen Leib, Redt er ohn alles Schmeichlen.

II, Zum vierten wolt nicht glanben thun, Daß fich Gott folte zwingen lobn, Auf Erd herab zu kommen, Big er werd haften fein Gericht, Den Böfen mir den Frommen.

12. Zu Moͤnchen ein Schulmeiſter was, Der nicht weit von S. Peter ſaß, Joͤrg Wagner du ſolt beichten, Darffſtu kein’ Abfdfution? Laß Dich was Guts berichten,

73, | Schulmeifter das wind mir zu lang, Mit Willen ich ins Feuer gang, Mein Sind find mir verziehen, Daran ic) Eeinen Sweiffel frag, Sp wird der Beicht geſchwiegen.

ee Joͤrg meinſtu nicht du ſeyſt en

Da ı lit 6 af du nichts halte ufs Sacrament 2 Auf Gott 5 dein Vertrauen, ieh zu wo du Dich irren moͤchſt

Laß Dich von Hertzen rauen.

15, ein Hertz ift alles Zweiffels ohn, as mich Gott werde. ivren lon, An dem Eckſtein verlegen, " aun Die gleich find Dem Rohr im Meer Ihr Sad) auf Zweifel fesen.

6

10, iedlings⸗Meiſter, der Predicant am Vatter Unſer ihn vermahnt, Daß er ibm ſolt nach baren, on Hertzen allen ich verzeih,

Sp wieder mich je thäten.

17, oͤrg Wagner als ein frommer Chriſt, ag obs in Deinem Herkenift, | Wie du mit'm Mund bekenneft, s gilt dir deiner Seelen Heyl, Ob du s nicht recht verſtuͤhndeſt.

18.

ilt es mir meiner Seelen Senf,

38 iſt fie mir alſo nicht feyl, | Daß ih mir Mund foll ſprechen delch s nicht in meinem Herken wär, Gott wuͤrd es an mir rächen.

2 Des ır Lied 19.

org Wagner forderſt du an mich, Daß ich ein Meſſe len vor dich, Nach den Ehriftiihen Sitten? . Komſtu vor Gottes Angeficht,

Sp wolft auch vor mich bitten,

20. Daß er mir auch verleih Gedult, Das ich erwerbe feine Huld. Weil ich noch Din im Leben, Bitt ich) Gott, das ift mein begeht, Nach dem Todt ifts vergeben,

ZI,

Etlich Ehriftliche Brüder warn, Redten Joͤrg Wagner infein Obr'n, zöellernoc war beym Leben,

Im Feur ſterb als ein frommer Chri Wollſt uns ein Zeichen geben.

2 Er ſprach, Das will ich gerne thun, Chriſtum den wahren Gottes Sohn Will ich mit'm Mund bekennen, So lang als mein vermoͤgen iſt, Will ich ihn JEſum nennen,

23. | Zween Hencker ftuhnden bey der Seit Den Ring um ihn fie machten weit, Joͤrg Wagner ſprach den Bun |

M

Das Let, © gegen ftuhnd ein groſſe Schaar, Bon Männern und von Frauen.

24, en. rg Wagner fah ohn Furcht um fich, ein Mund zu Feiner Zeit verbiich,

Er redt daß manchen wundert, eſchach im ſieben und zwantzigſte Jahr, Ein tauſend und fuͤnffhundert.

Ro

m Hornung in demfelben Fahr,

m achten Tag gans offenbabr, Hieng man in an fein Kahle, in Sack mit Pulver nicht faſt klein Benahm ihm Da fein Seele,

io | SE |

tan flocht ihn auf ein Leiter hart, as Holtz und Stroh anzundet ward, Seht ward das Lachen theuer. eis, Jeſus, zum virten mahl, Rieff er laut aus dem Feuer.

27: lias thut Die Warheit fagen. af; er in eim feurigen Wagen

Fuhr in das Paradeife: jo bitten wir den Heiligen Geift, Daß er uns unterweiſe. 385

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66 Das ı2 Lied.

| Das ı2 Kied. Diefe nachfolgende Geſchicht Hat fi im Jahr 1550. zu Gendt und Löven begeb: Und geht ım Thon, All die ihr jetzund ieı Verfolgung und Trübfal. Dder wie Der Bentzenhauer.

I. ar Herr dich will ich Ioben, Der du dein Gliedern ail Zuſchickeſt Starck von oben, Hie in diß irrdifch Jammerthal,

Daß ſie feſt ſtehen bleiben Wider den boͤſen Hauff, Weil ſie die Boßheit treiben,

Haben ſie ihren Lauff.

2, Sieh an was kecker Helden Ericheinen da zu Gendt, Davon ich euch thu melden, So die Warheit befendt, Hanß Keßkaͤuffer genandt, Der da gefangen ward, Und ſich nach ſeinem Stande Bol hielt zu dieſer Fahrt. |

3% Er ward auch dargeftellet

Bor einem ganben Rath, | Der treu man anfferwehle, —- ° Scharff man ihn fingen that, We

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enn er den Tauff empfangen Hab wol zu diefer Friſt? forach, Bier Jahr vergangen; Seit das Geſchehen ift.

4, ie fragten ihn noch mehre Was er vom Satramenf jelte nach feiner Lehre, Ob er ihn auch) betendt, darimn würd genoffen Ehriſti wahr Lein und Blut, elch's aeben und vergoffen _ Am Stamm des Creutzes gut,

5, Wie fan die Speiß fenn Gotte, Die der verzehren thut, er ſelbſt ift Staub und Kohte, Mich dunckt in meinen Muth, ott werd nicht leiblich gefien, Nach feiner Majeſtaͤt | er Fein leibliches Weſen Auf diefer Belt mehr hat

6

ie. ihn Auf Erden füchen, Folgen nicht feiner Lehr,

- wird fie auch verfluchen,

Die ihm fteblen fein Chr, Gebens der Creature, m

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ER r . J— Die doch gleich wie der Staub

Zergehet von Nature, Daſſelb ich gaͤntzlich glaub.

——

Man ißt Gott nicht wie brodte, Leibhafftig wie ein Speiß, Sein Todt hilfft uns aus Nothe,

Ihm ſey allein der Preiß: Den ſollen wir groß machen Ben dieſer Speiß allein, Und die geiſtliche Sachen Dabey machen gemein,

8. Diß iſt allein der Grunde, Darob wir halten thun, Bekennen mit dem Munde, Lond uns gar nicht davon, Biß man ung ans der Schriffte Waos beſſers unterricht, - Menſchen Lehrift vergiffte, Bir trauen ihr gar nicht,

9% Ste ſprachen zu der Stunde, Iſt das jeßst Dein Beſchluß, Gar viel ein beffern Grunde, Dein Ding hie haben muß. Er fprach, laßt mir herbringen Eure Gelehrten fort,

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Das 2 ia

Bir veden von den Dingen Allein aus Gottes Wort.

\ 10 Wir wollen euch bewaͤhren, Und uͤberzeugen gar, ihr durch falſche Lehren Wol dreyzehn hundert Jahr end gaͤntzlichen betrogen Durch die Decret zumal, Bas man euch vor hat g’logen, Habt ihr geglauber all. I

Ba, Menſch laß dirs erleiden Die Woͤlff gar ungeheuer, ie kommen in Schaffskleiden, Es wird ihmn werden theuer, it falſchem Schein betriegen Den einfältisen Mann, en Frommen fie verliegen, Der fie aufdecken kan.

12, s riefft euch GOtt der HErre Mir ſanfftmuͤthiger Stimm, der Apoſtel Lehre, Ihr folt kommen zu ihn, nklopffen und anfchrenen, Er will euch felbft aufthun, on eurer Gefaͤngnuß freyen,

40 © Das 13 Lied.

In fein Reich nehmen an, 13, Zaufend fuͤnffhundert Jahre Und fuͤnfftzig zehlt man dran, Da ſah man offenbahre Dieſen dapfferen Mann Ben ſeim Bruder im Teure Brennen in groſſer Noht, In Gottes Augen theure Iſt Der Gläubigen Todt. Des 13. Liad. Eine fehone Hiftorie von einer Sum frauen, Im Thon, Wohl dem der in @ott Sürchten flebe: Oder Chriſt der Du biſt der belle Tags ıc I,

Esn Maͤgdlein von Glidern zart,

Liehlich, ſchoͤn, und von guter At Eliſabeth ward ſte genandt, Die bat auch Gottes Wort erkandt,

2, Zu Lewarden wol in der Stadt | Das Magdlein feine Wohnung bat, ° Als mar zalt fünfzehn hundert Se Und neun umd virtzig, das ift wah

3. Im Jenner fie gefangen ward,

N 13 Std, 98

ö— ——

bunden und gefraget hart | Ben ihrem End in dieſer Stätt, Ob fie kein ren genommen haͤtt.

e gab Antwort ale fie das hoͤrt, ſchweren wird an nich begehrt. Das ſteht garnicht in meine walt⸗ Ja und auch De davon ih halt.

eiter ich zwar 9 ſchweren ſoll,

e Warheit kan ich ſagen wohl, Ber feinen Naͤchſtẽn triegen will, Heim iſt falſch nicht zuviel, -

ſſelbig ich euch kan,

ß ich verfbrochen bin keim Mann: Sie ſprachen, ihr habt viel verführt, Darf fie mit ne haben geirrt.

ſeyd darzn ihr

um ihr berennen ſolt vorhin, Bas vor Perſonen ihr gelehrt, And in euren Ir rthu m geführt,

ſprach, Ihr fiebe Herren mei, er mich fragen allein, Bas ich vor einen Glauben hatt, So wolt ich gern an dieſer SA

2 Das 13 Lied

ie er S

9. Vor euch bekennen öffentlich, Was ich gelaub und mich verfich. Sir fprachen, was fie an dem Em Hielt von. der Meß uns Sacrame

Io,

Sie antwort ihnen zu der Stund, Sie haͤtt darinnen keinen Grund, Die Schrifft davon kein Meldung th Darum dunckts mid zwar garnitg

iL, Das Nachtmaal aber iſt genennt Von Chriſto felbft ein Teftament, Das ift, ein Zeuchnuß und Geſchri Die das ewige Erb antrifft.

12, |

Gott fchreibts ung in das Herk hine Mit geiftlichen Buchfiaben fein,

Welches durch die Stiftung figuri

Und unfichbar bezeichnet wird

13 Da fie viel Schrifft drum eingefühtt Gar bald ihr Diefe Antwort wird, Der Zeuffel redt aus deinem Mu Dein’ Zeugnuͤß haben feinen Gr N

| 14. Sie ſprach mit Worten alſo ſchlecht, Bir mein HErren, alſo ſeim Sud

Das _# Mit Bi wird’ es mir ergohn, Deß ſoll ich keinen Zweiffel hon.

*

| je fragten, Ob der Kindertauff, o man jest nach geminem Lauff Nothwendig hielt, nicht mache from? Das foil fie kurtz nr einer Summ

10, PER

zeigen, and befennen rund, zaͤrum fie noch zu dieſer Stund In ihrem Alter wieder tauff, _ Wie viel fie darum wind geftrafft®

| 19,

ie fprach; Sch Din nach Ehrifti Lebe

n mahl getauft, nicht weiter mehr, |

Auf mein bekandten Glauben fein, -

ie es nach GOttes Wort poll feyn; | N I 8

ie frageten auch weiter mehr,

b an GOttes Statt der Priefter

Die Sünden auch vergeben moͤcht, Darauf antwort fie ihnen recht:

| 19. |

hriſtus ift der Hohe Prieftev,

sin Menſch benimt ihm diefe Ehr,

Her Menfch verfündet GOttes Gnad

Dem Suͤnder, derzecht Buß than hat. 32 . Dem

#4 Das 13 Kicd,

—— ——

20

Dem aber, der nicht Buß thun will,

Dem ſetzt die Kirch kein ander Ziel,

Dann daß ſein Suͤnd behalten wer

Erlang kein Gnad auf dieſer Erd, ZE, j

Darzu auch dort in iener Welt,

So iſt das Urtheil ſchon geftellt,

Kein Menſch es anders machen wir

Wie ſchoͤn er d'ſach mit Worten zier

22,

Elifabeth findt ger Fein Gnad; Bird wieder. bald geführt vorn Natl Bald auch in den Peit-Reller fan Peinlich) zu fragen man vornam.

; 23. 2 x Dem Hencker Fan fie unter d Haͤnd, Sprachen zu ibr an diefem End, Bir haben bißher gütig, füch, f Mir euch bered, und freundelich:

2

Nun wolln- wir defto firenger feyn, Und mit euch handeln durch die Peyn Die euch der Richter jest zuricht, Bo ihr euch noch bekehret nicht. %

23. Die Singer man ihr klemmen thaͤt, Daß ſie dran ſolchen Schmertzen a

Das 23 Lied

Das a8 ihr durch dieſen groffen Zwang Das Blut zun Nageln auſſer ſprang. 26,

sie that es GOtt im Himmel flag'n, ie Pein kan ich wit langer tragu, Thu mir OHerr Hilff und Beyitand, Behuͤte mich Pr ee. uud ſchand,

ste fprachen, Hm eur Fehl, ho ſoll man euch) wohl helffen ſchnel, Ihr doͤrfft drum nit ruffen zu GOtt, Seren, | d bei ii ihr euch aus Noth,

ie blieb inhrunſt ſtig im Gebet,

ward ſie guch von Ihm errett, Der ihr ſo Kraffte gab in ſchmertzen, Daß ſie mit Diet Fr Hertzen

ie Pein und en kont ertragen, n GOttes Guͤte nicht verzagen, Sie ſprach, die Pein nimt beh mir ab Wie ich von 2 ir erberten bad,

hr mögt mich Wen was ihr wöllt, ein Hoffnung iſt zu GODft gefteilt, ZwoSchrauben an ihr Bein man ſetzt, Daß ſ e noch ſchwerer würd’ verletzt

53 | 3% Sie

Das 13 Lied.

Sie ſprach, Schaͤndet mich nit ſo fehr,

Dann euch bringt folches Ding fein Ehi Daß ihr entblöfer meinen Leid, Gedenckt an euer Kind und- Beh,

32. Daß fie nit werden ſo geſchaͤndt. In dem hat ſie ihmn frey bekendt, Es hab mit feiner Hand fein Mat Ihrn Leib je Di RR an.

Indem ſie zu der open fanch,

Umd ward von Ohnmacht alid kranck, Daß fie gehalten ward für todt, Noch halkf ihr en) der treue Gott, |

Daß fie noch fam ei ihrer Kraft,

Und ſprach zu ihnen unzaghafft | Ich lebe noch und bin nicht todt. Sie forachen, Nun bekennt vor so

35. Haß ihr geirrt, und wiederſprecht, Weil ihr noch Gnad erlangen moͤcht. Da ſprachen ſie, Ich begehr durch G MDas zu verfieglen mir dem Todt. 36, Im Merken von Jahr, und * sen. gar.

Des 14 CLied. Br

ö—

37. man ſie ſtracks ertraͤncken folk, in ander Gnad beweiſen wolt, Das iſt der Woͤlffen Guͤtigkeit, Die fie den Schaͤflein hond bereit,

| 38 ßt uns hedencken ohne Schertz, r Eliſabeth tapffer Hertz, Wie ſie in ihrer Pein und Noth, Mit Ernſt geruffen hat zu Gott. Am

| Amen, Das 14. Kied, r ander Lied von einem der. war oft genandt, zu Cortrick verbrandt An.ı5 53, Seht in Joͤrg Wagners Thon, E;. )F beſte Freud aus Gottes Wort Herkomt, und fuͤllet alle Ort, Hochteutſch und Niederlanden, er ſich dem vecht ergeben hat, ' Her wird erfreut in Banden,

| 2 elch's wol erfcheint in diefer Zeit, ımanfind Menfchen nah und mei, Die Gottes Wort bekennen,

54 ar

]

Das 1a Lied

——— gr EN Tre —— n einer Stadt Cortrich genandt, er rt)

JE man ein Maun verbreumen,

3* Her war ben vielen wohl befandt, DU ſeinem Namen Joſt genandt, Der ward daſelbſt geſaugen, Und bald vor die Sophiſten bracht, Die fragten mit Berlaugen,

4 en er Die lebte Beicht hätt thon, Das jolt er geben zu verſtehn.

soft antwort ihnen balder Barum habt ine mich fragen lan, Wer gab euch Die Gewaltee

ge Sie ſprachen Gott gibt ims die Gwa Daß wir haudlen ſolcher geſtalt. Joſt ſprach Ich kans nicht glauben, Daß einer der an Chriſt win ſeyn/ Soll ſeinem Naͤchſten rauben. 6. Dann Chriſtus die feinen nicht lehrt, Das man den der ſich nicht bekehrt, Soll fahen und todtſchlagen. Er har ſelbſt memand toͤdten lan Moch alſo thun verklagen. =, | Ich glaub an unſern Herren 2 | | |

Das 14 Lied. 23

een men

er felöft vor mich geftorben ift, Der it der rechte Hirte, | in Pfaff, Dechant, wer er auch iſt Bor mich nicht ſterben wurde.

8.

er Pfarherr bald zu So ſten ſpricht ser lehret das, du mic) bericht, Daß ich ſolt fur dich ſterben?

oſt ſprach, ich glaub es ſicherlich,

hr thut darum en Mean

hriſtus lehrt föfches aber fein,

3ie es auch dann vor Gott foll ſeyn, Ein guter Hirtich bine,

tein Leben laß ich vor Die Schaf, Wie ſolch s an A erichiene.

Farum gebt ihr in den Todt,

nd wolt dariun nicht foͤrchten Gott,

Auch in des Richters handen?

ls ie ich groß übels gethan, Machet ihr Mi handen.

er Pfaff ſprach Maufus bat gethan en Korinther felbit in den Bann, Demeée Salhan

oft ſprach, Wir thun ih auch al, - Nehmen vn das Leben.

29 Das 14. Kied, ie 12%; ep Bir verkuͤnden ihm Gottes Straf) Wo er verharrt in ſolchem Lauf, Sey er des Sathans eigen: So aber er thut wahre Buß, Werd ihm GOtt Guad erzeigen,

Paulus gab ihn dem Richter nit, Strafft ihn auch nit nach eurer Sitt, Au feinen Leib und Leben.

Die ihr die Meuſchen alfo lehrt,

Muͤßt ſchwere Rechnung geben. | 14. Der Pfaff ſprach, Habt ihr g’iefen m Wie Helias befahl hiemit Des Baals Pfaffen zu toͤdten?

Joſt ſprach, Wir find den auch nit gleie RKeinmn Abgott wir anbeten.

| 15, Ihr aber feyd ihnen baf gleich, Betrieget ſamtlich arm und reich, Mit Abgoͤtterey merck eben. Freſſet und ſauffet noch viel mehr, Fuͤhret ein buͤbiſch Leben.

16. Der Pfaff redt von St. Auguftin, Joſt ſprach, deß Finger ich nit bin, Chriſtus der thut mich Ichren,

e

—— er bey ſeinr Lehr nit bleiben mag, Her thut Die Leut verführen.

ER. riſtus der bat fein Lehr gebracht | ws Himels Thron, Er hat die Macht Zu lehr'n und Geh zu geben. er allein bleibt in feiner Lehr, Her hat das ewig Leben.

| Menfehen=Lebr die iſt nit gut,

in Lehr bezeugt’ er mit feim Blut, Mit groſſen Wunderthaten,

as aus ſeiner Lehr herkommen thut, Muß alles wohl gerathen.

19. wi r diefe Lehr warhafft und theur, ill ich gehn willig in das Feur Diefelbe frey bekennen, man mich ſchon Darum veracht, Und mich darum läßt brennen.

20. 8 man zehlt fünfzehn hundert Jahr d drey und fünfzig offenbahr, Hat Joſt feinn Geiſt aufgeben, 1 einem Pfahl verbronnen ift, Gott gab ihm ewigs Leben, | AMEN. Bans Deo,

82 Das ı5. Lied

Das ı5. Ated, Dis hernach getichtere, Marter- Bi it som Hanſen von Amſterdam, welcher mit‘ andern verrathen, gefangen, und umbracht w Ben. Und geht im Thon, Rofinfarb war d. Geſtalt oder, er Unfall reut mich

gang, Schttäfllih zu fingen.

I, '

Eh weiß wer Gottes’ Wort befen „) Daß der fich viel muß leiden, er Hanß von Amſterdam zu Gend Kaͤßkauffer feiner Zeiten IE einer g’nandt, der hat erkandt,

Mit noch mehr frommen Leuten, Daßz wer GOtt ehrt, und ſich bekehn

BB hast zu allen Zeiten,

2, Sie haben einen guten Grund In Gottes Wort gefunden, Den fie befandten mif dem Mund, Zu aller Zeit und Stunden. Ä Durch Gottes Kraft, fiegank ſtandha Der Warheit Zeugnuß gaben, Diefelb aufbreit, in Freudigkeit, Dep fie nit gnoffen haben,

| 3. | Man hat fie gfänglich nommen am, In d Finſternuß geſetzet, |

Das 17 ne

——

ng Zeit darinnen ſitzen lan,

Welchs fie doch nicht verletzet,

ihrer Noth rieffens zu Gott,

Der thaͤt fie, gar oohl fröften, )_ gab auch ihn, Hertz, Muth und fin, Daibe Noth * am groͤſten.

an bracht fie e. den sanken Kathy Lind that fie. Heißig fragen,

or ihrem Glauben, Lehr und That, Die Wahrheit foltens fagen,

er Hans frage fe, wo find wir bie as it das fuͤr in Daufee (echt

taucht. man hie fehlecht, Gwalt oder

So ſoll doch mir a grauſen.

ie gaben ihwnn zur Antwort fein,

Man braucht hievinn das Rechte,

ſollet ihr wohl ficher ſeyn,

Das aut wird nicht verſchmaͤchte. ſprach mit Sitt, GOtt wolle nit,

Dos anders werd befunden

nmer hinfort, an keinem Ort,

Zu keiner Zeit BB Stunden.

zarum habt ihr A fangen! ia, Und unfern Leib-faft binden? 305 haben wir übelg gerban?

—— pr —*

——— AR

4

84 Das 15 Lied.

Kan man auch an uns ſinden

Diebſtal, Betrug, G’walt oder Lug Faͤlſch Schweren und Ehbrechen Klaget uns an, was wir gethan,

So Wolln wir por ung ſprechen.

7 Alsbald der Rath zu ihnen fagt, Man thuts euch nicht befchulden, Man hat folches von euchnicht gekla Mir mochten euch wohl dulden, Dans ſprach gar bald, In was Gefte Hat man uns dann gebunden? Die Antwort ward, Eur Widerpart Berichts eich zu den Stunden.

2 d%

Wir ift dann unfer Wiederpart?

Sprach Hans von Oberdamm Die ung bie hat verklagt ſo hart

Sie mac fich bie beyfammen, Kein Mönch noch Pfaff, wider die Schk Sein Klag anheben konte.

Wie gach auch war, der Pfaffen Scha Noch haͤttens keines Grunde.

| 9.

Hans prach, Iſt hie Fein Gegentheil Was mag. doch das bedeuten? Sie fprachen, Des Keyſers Urtheil

Faͤllt auf euch in den Zeiten: 4

%

Das 15 ed, ur

seil ihr fein Rath, und Majeſtat Im Mandat thun verachten, as er zu gut, uns allen thut, Welches ihr gar nicht trachten.

10, rſprach, Wir wiederftreben nit Dem Kenfer noch keim G’walte, as Gottes Wort auch bringet mit, Deſſelben ih mie halte. ſts wieder GOtt, Teid ich eh Moth, Was mir GOtt gibt zuleiden, ann daß ich ſott, durch Menſchen g'bott Die rechte Warheit meiden.

1I, ie fprachen, Es ift offenbahr, af ihr zufamen kommen, nd geb euch deßhalb in Gefahr, So ihr Doch habt vernommen, eyſers Mandat, verbotten bat wiches zuſammen Lauffen, n heimlich Ort, das wir hinfort, An euch auch muͤſſen ſtraffen. 72: ji rt fprach, der Keyſer Fein G’walt hat Die Hwiflen zu regieren, | er fich darzu bratichen lat, Thut er fich ſelbſt verführen. | am Eott allein, ſoll man in Gmein Den

a Dasııy. Lied, Den hoͤchſten Ghorſam leiſten,

Sein G'ſetz allein, bewahren rein, Dom minften biß zum meiſten.

%

nr |

Sie haben mit viel Worten mehr, Gar bart auf te gedrungen,

Die gefangenen betrübet ſehr, Doch ſeynd ſie nit gezwungen

In Ungedult, Dann Gttes Huld

Hats in der Schmach erbalten, |

Wurffend Derleinnitvordie Schwe Lieſſens allein GOtt Walten,

14. Die Pfaffen mit ihr'r falſchen Lehr Wider die Warheit ſtritten, Exlangten aber kleine Ehr, Drum ſie zu allen Zeithe Begehren Rach, traͤchten darnach, Wie ſies möchten hinrichten, Wie g'ſchehem iſt, in kurtzer Friſt, Darauf ſie thaͤten dichten.

15: Mr Das Lirtbeiküber fie gefellet, Die Männer folten fterben, Darzu von EOtt ſeyn aufferwehlt,, Daß ſie ſolten erwerben

Der Märter-Kron, ing Him̃els Thro

Die Procuratoͤr haben

Das 15. Kid. —— 15 Urtheil gſchwindt ihnen verkündt, Wie es Die Herren gaben, |

B Bo, eil fie fo viel gelehrte Leut Nicht haben wollen hören, d blieben find im ihrem Streit, Sich auch noch nicht befehren, ich ſich gewendt, So fen erfende Durch ein Ehrbar Gerichte, ß fie nunmehr, als falfch Ketzer, Im Feur werden vernichte.

17. Mi

ns antwort ihn darauf gar bald,

Bir folten vffenbare, J—

r jederman, geſprochen han

And diſputiert fein klare

t den Glehrten, das man alsdenn

Hehört hätt und geſehen, |

r die Warbeit, hätt vorgeleit,

Iſt aber noch nicht g’fcheben, 9 |

Procuratoͤr ander Statt, daben ihn’n Antwort gebenz it jetzunder ſchon zu ſpaht

zu friſten euer Leben. wurden fort, zum andern Ort Hefchicket zu der Stunde, giengen mit ringem Sinn.

Gleich

——

= _ ____ ON Gleich mit Ischendem Munde, |

19.

Vor Sreuden man fie ſpringen ſah, Sie folten fich ausziehen:

Welchs dann in kurtzer Zeit gefchach Zu Gott fie thaͤten fliegen. "

Sie redten fort, aus Gottes Wort, Biß mans an Pfahl hatt bunden

Haben befendt, big an ihr End Den Derren mit den Munden.

2, Da man zahlt fünffzenhundert Jah Und fünffzehen merck eben, | Zu Sendt die theure Männer gar Sah man den Beift aufgeben, Dpfferten Gott, in ihrer Roth, Ihr Seel umd leiblichg Leben, % Darfür ihmn hat, Gott durch feingn

Gar viel ein beſſers geben.

E%

Alto wird das uuſchuldig Blut

Verdammit und auch vergoffen, * Bir Ehriftus wieder kommen thut,

Der wird fein Dausgenoffen | Erlöfen all, auf viel Trübfal,

Und führen fie zufammen F Aus groffem Leyd in ewig Send, Ourch Jeſum Chriſtum, Amen,

Das 16. Lied. 89

Des 16. Lied. ander Marterlied von einem ı Mann von 87. Jahren , und einem jungen, he die Warheit zu Amſterdam bezeugt. geſungen wie man von Koͤnig Lasla ſingt, Es gingen zwo Geſpielen gut, Oder/ 58 ging ein Fräulein mit dem Krug.

u en

I, Br 5 waren auch zween Brüder guf, } Johan Claß einer hieſſe, thaͤt zu Amſterdam fein Blut Rit eim alten vergieſſen.

| 27,

"war der alte Ihm genandt, Sieben und achtzig Fahre

t er erreicht ohn aule Schand, Noch mocht er nit fürwanhre

Tyan rinnen dieſer böfen welt, Sie worden beyd gefangen, nach auch vor Gericht geftellt, )a fie dann mit DBerlangen,

4, lich haben einander kuͤßt in rechter Liches Brunfte, erben hatten fie ein'n Luft, } gecht fterben iſt ein Kunſte.

5. iR an Claß fprach nit Worten fein," RE 8 Mit

30 Das 16. Led Mit eim lachenden Munde, Ich freue mich zu Gotts Gemein, Wohl jetzt zu dieſer Stunde.

6, . Der alte Ihme zu ihm Wricht, . Mir Worten alfo febone, Mit gar froͤlichem Angeficht, Uns ift bereit ein Krone,

Die uns Doch niemand nehmen wird Den Schab aus unſerm Hertzen.

zu Chriſto werden wir geführt, Time uns ab Leyd und Schmerke

8. | D was vor ein frölich Mahlzeit Wird uns jetz gar bald werden, Bor zwölf Lihr werden wir erfreut, Kind genommen von der Erden,

9. Derhalben weder Schwerd noch Ta Uns foll in Trauren bringen, Weil uns Gott alles zahlt fo theur, Mit fo föftlihen Dingen.

; IO, Sein Leben gibt er vor dag mein, Stin’n Todt thut er ung chenden, Das follim Todt unſer Troft feyn, Daran wir allzeit dencken. | | “EI, DM

Das ı6, Lied,

BIT] 18 gibt ung eine groſſe Kraft, Sie uns thut frölih machen, _ y uns all Traurigkeit abſchafft, Beinen verkehrt in Lachen.

12, r Schultheiß ſamt dem Richter fchom,

Mochtens nicht länger ſehen, an ward fie von einander thun, Noch weiter iſt geſchehen.

15. x Schultheiß fragt fie an dem Org Ob fie wiedertaufft wären? T Jan ſprach noch nach Gottes work, Ein mahl nach Chriſti Lehre. |

| 14 an gab ihnn ſchuld der Dingen mehr, Von andern boͤſen Sachen. ie ſie mit ihrer falſchen Lehr Zweytracht unterm Volck machen.

15. ir ſind gar nicht all ſolche Leut, Wie ihr von uns wolt halten. han der ſprach, wir thun allzeit Den jungen als den alten, ae

10, as uns dann Gottes Wort vorhaͤlt,

Dabey lan wir uns finden, | 63 Zu

x

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.—.———

BR Das A Zu Sort iſt unfer Hoffnung gfteilt, BDarwider wir nitionfen.

\ I 2% Die fieben Schöpffen er beftellt, Ha ihm zuſtuhnd fein Leiden, Shrr vier haben das Urtzeil gfaͤllt, Drey tratten ab zur Seiten.

18.

Johan rieff als fie hielten Sprach,

DO Herr in unfer Nothe Begehren wir gar Feiner Nach, Hub fein Dand auf zu Gotte. \ 1 9, O allerlienufter Vatter mein, Gib ihnen deinen Geiſte, Woilſt ihmn kein ftrenger Richter fe Dein göttlich Gnad ihn leiſte.

20,

Alſo Son des Lebens beraubt, Gerichter mit dem Schwerdte, Der Leib gufs Rad,ʒ auf ſtoͤck das Hau

Das er doch hatt begehrte,

le, Der alte Ihm zu diefe Sabre Sein Freud erzeigt vor allen, Ob er gleich feinen grauen Bart Durchs Schwerdt mußt laſſen 22

*

Bee 8 | Ba,

hannes ſprach, wir gohn in Todt, Bon wegen Gottes Dorte,

hilfft uns jest aus aller Noth,

Iſt unſer Schuß und Horte.

| 23: je lieben Bürger arm und reich Ihr wollt uns Zeugnüß geben, a8 wir nit Dieb noch Rauber gleich Verlieren unfer Leben.

24,

sic Haben ja gar nit geſtelt

Nach ander Leuten Bute,

och jemand in einn Schaden Effaͤllt, Noch tracht nach jemands Blure,

| inf 9 ſoll niemand von ung verfäohn, Daß wir auf die Werck bauen, ondern mit Dem verlornen Sohn Auf Gottes Enad vertrauen.

26,

rieff zu Bot mit lauter Stimm, im mic) zu dir im. Srieden,

Sohn Davids mein Seel hinnimm, Alſo ift er verfchieden.

Bias“.

ſo erlangten ſie die Kron,

Der alte Bo jungen, Be

54 Das 15 Kied, Gott preifen alle Engel ſchon,

Alle Geſchlecht, und Zungen, Ame

Das 17 Hied | Ein ander fchön Lied und wund wurdige Geſchicht/ pon zweyen Weibsbild⸗ bey welchen Gottes Liebe über alle ding kart dann der Todt geweſen. Geht in der Toler N

lodey, zu Delden im Niederland gefchehem, Oder wie man den König. ın

Ungarn ſingt. ir

I, SRauren will ich ftehn laſſen - Lind fingen mit begter, Darum wolt ſolcher maſſen Auch Frölich feyn mit mir: Die wunder Gotts verkünden, In aller Belt ſo frey, Die ſich dann jetzt erfinden, Vey etlich Gottes Kinden, Es iſt Fein Fantaſey.

2, } Das weibliche Geſchlechte Hat Bott ſo hoch begabt Mir feinem Geiſt und Rechte, - Daß fie haben geglaubt Seim Vort gar feftiglichen, Wie fie worden gelehrt, Lind thun davon nit weichen,

‚Das 17 Kied,

- ER

ie Armen famt den Reichen, So fich zu Gott bekehrt.

N n Tochter jung, init Namen Mari Beckom genant, e hat ohn ae Schamen

Vie rechte Wahrheit erkant. Jr Mutter Fonts nit fragen, Trieb ſie drum aus dem Haus, ward man von ihr ſagen, ein Stadthalter that Hagen; Der under nach ihr aus,

4. oſin von Räfeld batte

Dit ſich gnommen viel Knecht, er die Jung Unter drate

Vor den Stadthalter braͤcht, if Beckons Haus find kommen, Sie muſt aufſtehn vom Bet, AGwalt bat mans genommen, el Leut in groffer Summen Hands g’fehnund ki Geſchlecht.

tihres Bruders Erane

Sprach die Jungfrau mit Sitf, el aufs ich Dir vertraue, Ä Magſtu auch ziehen mit,

id nie men halten.

se

25» Das 17 Lied, Jetzund gleich mit mirgan, Lind 25 Gott laſſen walten, Dich auch nif von mir fpalten, sch will Dich geren han. 6

Ich will dich nit verfaffen, So Jan von Beckom will,

Und ziehen dieſe Straſſen, Maria in der Still

Dat ihren Bruder werthe, j Er folts willig zulahn, |

Drimn haben fein Belchwärde,

Sie wöll fein ihr Gefaͤhrde, | Und geren mit ihr gahn. 3

7. Urſel ihres Brudes Weibe Hatt ihres Gemahls Gunſt, Ob ſie ſchon war ſein Leibe, f Noch g'wann fie durch ihr Kunſt Ihrs liehen Hauswirths Willen, Daß ers ihr nit abſchlug, Thaͤt ihre Bitt erfüllen, 4 Ihnen ihr Liebe ftillen, Das bracht ihr Weißheit klug. 8 |

Urſel das edel Weibe. Gibt in Gefahr und Noth Aus Liebe ihren Leibe, |

|

4 Das 17 Kied. 97

Biß in den bittern Todt.

ann Liebe ſtaͤrcker iſte Alsalle Ding auf Erd: land Tode muſſen weichen, ich ander Ding dergleichen, Die Liebe komt von Gott,

er 9. r Mutter iſt auch Fommen Aus Srießlanden gar weit ie fie das hat vernommen, Haben in dieler Zeit - eundlich an fre geſetzet Der Mutter Schwefter bend, je blieb gar unverletzet, ie hart fie ward verhetzet, Sie nahm ihren Abſcheyd. F

10.

on ihrer Mutter boͤſen, Und richt ihr Her zu Gott, je hatt ihr auserleien, Erwehlet Schmach und Spott it ihr Schweſter zu leiden en Was ihr Gott ſchicket zu, je wolt nit länger beiten, tt halff ihr auch felbit ſtreiten 1b ihr die ewig Ruh.

II

Deventer geführt |

FRWPRRTGE,...” PETER

9 Das 17 Lied. WWurden ſie alle beyd, Nie Sophiſten vermwirtret Thaͤten ihn an groß Leyd Mit ihren g'ſchwinden Liften, Lehren fie Menſchen⸗Gſetz, Woltens ihr Leben friſten, And werden gute Chriſten, Entrimmen dieſem Netz.

12, Wir halten GOttes Worte, Das er uns Ichren tbut, Iſt unfer Höchfter Horte,

Lind nit das zeitliche Gut. Den Pabſt wolln wir nit hören, Sp er nitredt aus Gtt,

Noch keine Menſchen Lehren, Die alle Welt verkehren, Bringen in Angſt und Noth.

13. Peter Grebel ift fommen, Den man beſchicket bat, Der hat fie beyd vorg nommen, Und gelehrt an der Statt Mit Schrift er nichts erweifet, Es ging ihn wenig an, | ie hoch er fich befleiffer, Wurden fie nit gefpeifet, - Sein Lehr war garnicht rein,

Ib 2

Das ı7 Kied. | “WR 14, '

a erg nicht Eont umwenden,

Ward er gleich zornig drob,

yat fie gar übel ſchaͤnden,

Und redt mit Worten grob,

er Teufel vede in ihnen,

Hinweg, hinweg zum Seuer,

arimn foltens verbrennen,

it beſſer fie gewinnen,

Es wird ihnen noch zu heuer,

By, je lobten GOtt von Hertzen, Der fie hat würdia g’macht

ı leiden Dein und Schmertzen, Gnadig an fie gedacht,

3 ift uns drum gefcheh’n,

Daß wir Ehriftum allein ekennet und veriehen,

anslich auf ihn zu feben,

Als unſeren Eckſtein.

16. ı Delden auf das Hauſe Fuͤhrt man ſie ſchnell behend, ie litten manchen Strauſe, Worden doch nicht abg wendt, a Commißſari thaͤt kommen Aus des Burgunders Hoff, er redet an Die Frommen,

Obs hielten Die Wieder tauff?

Er O nein, ein Tauff wir kennen, Sprachen fie alle beydd, Thut man ihn anders nennen, Iſts ung gewißlich leyd, Der Glaͤubig laͤßt ſich waͤſchen Ein mal nach Chriſti Wort, Haͤlt ſich vor Koth und Aeſchen, Sein Licht wid uhr erloͤſchen, Ob er fchon wird ermordt. | 10. Die nun hond angezogen Chriſtum nach feiner Lehr, Db fie vor hond betrogen, Thun ſie es uimmermehr, Die hond einn Tauff empfangen, Ser ihn vor Chriſto gilt, 3 Wie hoch der Srind thut prangem Iſtt es alſo ergangen ie faſt man es jest ſchilt.

Ein ander Frag auch ware, Ob ſte im Sacrament Auch Chriſtum eſſen gare? i Darauf habens betent, | wWir koͤnnen GOtt nicht eſſen,

ı#

20 | 3 ob mir GOtt felbft haben In unferm eignen G'walt, ten nach dein Buchftaben, Dbs ſchon GOtt nit gefallt, d wider fein Wort fichtet, Noch muß es anders ſeyn, el Ding man dazu Dichter, ie uns Chriſtus berichtet, Lift es nur ein Schein.

2°,

Paulus nennts ein Brodte, riſtus ein Teſtament, mit des HErren Todte Vonuns werde bekennt irch dieſe Ding eingraben In unſers Hertzens Grund, t geiftlichen Buchſtaben, ß wir den Leib ſchon haben Durch den Slauben all Stund.

22, iſt ein Geiftlich Speifen, Und ein geiftliche Giſchrifft, Enns thut unterweiſen, S al)

02 Das 17 Kied, Und unſer Hergen trifft. Gieich wie ein Zeftamente, Allein zeugt von dem Suf Das dem Erben ernendte, Darzu er dann befendte, ad ihm begnügen. thut.

| 23. Ob er ſchon noch thut warten Huf dag verfbrochen Sub Thut er nach Glaubens Arte, Und hat ein'n guten Muth, Als hatt ers ſchon enpfangen,

So wohl freut ibn die Gab,

Er wartet mit Verlangen Biß Die Zeit ift vergangen Daß aufböret der Glaub,

Aber die Liebe bleibet, Und herrſchet auch allein, Die Hoffnung auch vertreibet, Soo jetzt komt überein Mit den geiſtlichen Kraͤfften, So ſtaͤts uns wohnen bey, Und uns zuſamen hefften In geiſtlichen Gefchäfften, Auf daß es ein Leib fen,

Am dreyzehenden Tage

Ba, - ar, er‘

Das 19 Wied. . 108 oo. —— Des Monden Novembris, haͤt mans gar hoch verklagen,

Bor dem Gericht gewiß

ı Delden fie da ftunden,

Mary und Lirfel beyd,

fangen und gebunden,

in Gnad erlangen Funden,

Wurden mit dieſem B'ſcheid. 26

on dem Gericht gemiefen, Daß mans verbrennen folk, ott haben fie gepriefen,

Der fie bewahren wolk,

iel Leut die zugefeben, Weinten gant jämmerlich,

e thaͤten zu ihn fprechen,

tt woll den Todt nicht rächen, Bir kommen in fein Reich,

By.

zrum follet ihr auslaffen

Bon ung die Traurigkeit,

t Sumd thut vielmehr haffen, Laßts euch fenn herzlich leyd. iſt ein Eurkes Leiden, *

Das wir das Unrecht meiden ir leben recht in Sreuden, Entrinnen Pein.

wu Das ı7 Kied, 28. Der Himmel der ftcht offen, Wir kommen bald darein,

Das wir gewißlich hoffen, Harum wir frölich ſeyn,

Mir Ehrifto wolln wir leben, Und einander lieb ban,

Den Kuß des Sriedens geben,

Das neue Reich anheben, Darein wir jesund gahn.

29,

Wir bitten Gott den Herren, Her euch zu diefer Stund Aus Gnad zu ſich woll kehren,

Aus eures Derkens Grund, Euch eur Sund nit bebalten, Die ıbr erkennet nit, Ihr jungen und ihr alten, | Wolet Gotts vort behalten, Iſt unſer fleißig Bitt.

30. Mariam fie bond g’inommen, Am eriten Dingerührt,

ir fie zur Richrftatt ommen,

Mit orten wolgeziert, Sat fie mir keckem Muthe

ER Richter ongeredt, Daß pe unſchuldig Blute

a en Zu

© Das ı7 Lied.

d fich willig

| 10?

Mbinbaben input, Der Fromm nit wird getoͤdt.

Su. rnach ift fe gefallen Auf ihre Knie allein, beten vor ibn allen ß GOtt woll ben ihn'n ſeyn, ein jetzt auf fie ſehen, In diefer Testen Zeit, rnach ift es gefcheben, 8 man fich nit verfehen, fie mit geoffer Freud,

32. das Holtz ift geſprungen,

bereit,

tt hat vor fie gerungen, Dei fie mit Innigkeit Seel in feine Handen Nit Ernſt befohlen bat,

woll ſeinn

Geiſt her ſenden,

ihr am letzten Ende Bemweifen Huͤlff und Gnad.

308 | Hencker übel fluchet, ie Kette war nicht recht, tia fein Heyl fühe, Ihr habt geſchmaͤcht,

Du

Ind ſprach,

GOtt gelaͤſtert ſehre, * 52

To6 u 17 Lied, Das ſollet ihr nicht thun, 7 Ihr muͤßt ſchwer Rechnung geben, Hrum beffert euer Leben,

Ihr Fönt vor GOtt nicht b’fton,

34 Hein Leib nicht wuͤrdig ifte, Hat man drum fluchen fol, Dis thut kein frommer Ehrifte, Ihr ſolt das mercken wohl. Alſo iſt ſie verſchieden, Die edle Magd fo rein, G'ſchach manchem Menſchen leide, Sie aber lebt in Sreude, | Des freut ich GOttes Gemeint:

35. Ein Bredicant zu Delden Hut Urfel umgewandt, ber fie hat nit wollen: Laßt mich feben das End Meiner Schwefter getreue, Mir Ernft geforochen hat, Laßt euch das uͤbel reuen, Ich warne euch in treuen, | Und bitte GOtt um Gnad, { 36. ; Als fie zum Feur kamen, Redtens mit ihr zu band, Und thaͤten ſich nicht ſchaͤmen,

Das ı7 Lied,

Sprachen, Du jest abitand,.

id thu Dich Doch betehren

Jetzund in dieſer Zeit,

e Warheit von uns hören, je wir dich wollen lehren, Sp wirft mit uns erfreut.

37. in Schwelter ift verbromen Und jammierlich verzehrt, e bat fich nicht wohl b ſonnen, Daß fie füch nicht umkehrt. ſel that Antwort geben, Solt ich das ewig But laſſen um dig Leben? iſt mir gar nicht eben, Finds nicht in meinem Muth,

| 3 r folt mich nicht abtreiben Bon Ehrifto der Warheit, h ihm geb ich zu bieiben Biß in die Ewigkeit.

an wolf ſie noch verehren,

Zum Schwerd ſie tommen lon,

e that das nicht begehren, te ihr noch werdet hören,

70

Mein Fleiſch ich nicht verſchon.

39. iſt, ſprach ſie vr gute, 5 3 : |

Ob man fie ſchon wolt toͤdten, Ein gute Hoffnung han,

40. Als fie kam an das Orte, Schlug fie z ſammen die Hand, Bar Gtt mit ſuſſen Bortn, HERR dic) von mir nicht wendy Du bite ins Himmels Throne, Der Praff ſprach, er ift rin, Ariel antwort ihm ſchone, - Drum er im Brodt. nit wohnt, Woll ihr auch nicht in Sim,

41. Daß ein allſolcher EOtte

Im Brodt zu füchen ſey, 8Bſoͤdt hilfft mir nicht aus Nothe,

Es iſt Abgoͤtterey.

Aufs Holtz iſt ſie geſtiegen,

Ein Bloch geweltzet um Fer Tyrann fie bat ziegen, Sie werde nicht bftebn mögen,

O nein fprach ie die Fromm. am D

1 1 BE |

I FR

BERG NELRARUNG. >

as 17 CLied.

oh 42.

y GOtt will ich beleiben Biß an das Ende mein,

a Noth foll mich abtreiben, Alſo die Schäflein fein GOtt beyd find geitorben, Ins zu einem Beyſpiel,

ben die Kron erworben,

3 ſchon den Leib verdochen, 50 fehadt es ihmn nicht viel,

| 43.

IE molln wir darum loben, Der folche Guad und Kraft 1 Menichen giot von Oben, der woll uns auch ſteghafft ichen mit allen Frommen, zu erlangen die Kron, um wir in Die Prob kommen, e wir haben vernommen Das dieſe hond gerban.

Gott fen der Preiß ewig, -

Auen!

Das 18. Kied, | ander Maurter- Lied von einem 1b, ſamt ihrem ‚Sohn, welche zu Rotterdam ren Abfcheid gerhan. Geht ım Thom, Koma ber zu mir fpriche GOttes DON I. | H4 a. Ein

116 Das 18 Lied

| S | EN groſſe Sreud ift in gemein, Bo man die liebe Kinder Flein Erzeugt aus GOtt dem Herren,‘ Lind unterweißt in GOttes Lehr Auf gute Sitten, Zucht und Ehr, Daß fie die Eltern ehren.

2, Das Annelein Erlaubnusnom Don ihrem Sohn zu Rotterdam, Als ihr der Todt zuftunde, Eſitas hör mein Teftament, ; Mein leiter Will vor meinem End " Sehr jeßt aus meinem Wunde,

3 Ich geh aufder Propheten Meg, Der Marter und Apoſtel Steg Iſt auch nicht beifer q’wefen. Den Kelch fie haben truncken all, ° Chriſtus auch ſelbſt in dieſem Sal, * Wie ich hab hoͤren leſen.

4. Die Königliche Prieſter g’imein | Gingen guf dieſem Weg ailein, } Bon Aufgang find fre kommen, Auf dieſem Meg beftanden find, ' Wie GOttes rechte Soͤhn md Kind,” Das hab ich wohl vernommen.

4

Das 18 Lied,

n mu nl

Pu, ſelben unter dem Altar, ſcher auch ift ein groffe Schaar u Apocalipfi g'ſchrieben, fie ertödfer und ermördt hingerichtet mit dem Schwerdt, 3erfolger und vertrieben,

6

riefen auf zu GOtt, O Herr! echter und warbafftiger,

Bie lang richtet auf Erden,

er den Reuſchen in gemein, raͤcheſt nicht an ihn ailein

as Blut, fo fie mit Gfehrdem,

7, goſſen hond an allem Ort, Menfchen unſchuldig ermordt, Volleſt an ihnen ſtraffen,

‚fie nicht weiter treiben Schand, Heinen jagen ans den Land, ihrer Suͤnd fortlauffen.

8. it gibt eim jeden ein weiß Kleid, troͤſtet ſte mit dein Beſcheyd,

u ihn noch muͤſſen kommen auch wie ſie werden gericht, dag erfiller und verricht Berde Die Zahl 2 Frommen. | 3

112 Das 18. Lied.

9. Die vier und Zwantzig Alten fein, Vor GOttes Thron kommen hinein Legten ab ihre Kronen, 4 Thaͤten dem Laͤmmlein Gttes Eh Sant dem gantzen Himliſchen Ha Was lebt unter der Sonnen,

IO, Diefen Weg auch gegangen find Alle die rommen GOttes Kind, Die den Tauff hond empfangen,‘ An ihren Stirnen verfieglet, Folgen dem Lamm wo es bingehr, Dienen ihm mit Derlangen,

TI Solche müffen in dieſen Thal, Lind trincken den bittern Kelch all DIE die Zahl werd erfürllet gien der werthen Gottes Braut, Die ihm das Lamm jelbft hat verfit Lind den Zorn Gottes ſtillet. 12, Darum du mein hertzlieber Sohn, 1 Wiltu jest meinen Willen thım, % Lind folgen meiner Lehre, } Weiſtu ein Volck das allen Pracht, Und Wolluſt dieſer Welt veracht, ° Wollſt dich zu ihnen kehren. 13.0

J

4

Das ız Lied, 212 a *

ſie von dieſer Welt Elend

achtet und verſtoſſen ſind,

rufen Chriſti Creutz tragen,

haben keinen ſichern Ort.

m daß fie halten Gottes Vort

but mans gar offt verjagen.

14. | folchen Menfchen wohnet Gott, von der Welt werden verſpott, hu dich zu ihnen g'ſellen, weiten dich den rechten Weg,

im Dich) von dem böfen Steg, eiren Dich won der Hoͤllen.

Ih

yn Menſchen föreht, dein Leben ſetz

15 vor die reine Lehr, verlieh |

ein Leib und alieg Suter

iſtus hat dich erkauffet theuer,

fet von dem ewigen Feur

Rir feinem wertben Blute.

16,

n Herren beilig dich, mein Sohn,

lige deinen Wandel ſchon,

su Gottes-Furcht zu lehen.

du bift in dem gantzen Land,

allen Werken Deiner Hand

hu Gott wicht wiederſtreben. | 37, Dem

214 Das 18 Lieb.

———_..

—— Dem Hungrigen theil mit dein I Laß keinen Menſchen in der Noth, VDer Chriſtum thut bekennen, Den Nackenden du auch bekleyd, Und hab auch mit den Rrancken 2 Thu Dich von ihmn nik trennen.

| 18. Kanftır nicht allzeit bey ihn feyn,‘ Erzeig den guten Billen dein, ° ° Den S’fangnen thu auch troͤſten Den Haft nimm frölig in dein Hal Lind laß ihn niemand treiben drau Sp wird dein Lohn am groͤſten.

| 19, | Send Hand dir follenfenn bereit Zun Werden der Barmhertzigkeit Zweyfache Opffer geben, Das ſind geiſtlich und weltlich Wen Den gfangnen löß,den ſchwachen fin So wirftu darin n leben.

! 20 Das übrig fodir Gott beſchehrt, Mir deinem Schweiß, wirſtu geleht Von Gott und den Propheten, Zu geben Gottes Volck allzeit, d Laß es mit Dir werden erfreut, = Gib dem der dich thut biten.

j Das 19 Lied.

——

218

2I, ihn nit ung'waͤrt von dir gohn, anft ein gute Hoffnung hon ort werd Dich auch begaden, einem Reich auf jener Selt, ds Dir zweyfaͤltig zugeftellt, ef folk Feinn Zweifel haben.

22

taufend und fünff hundert Jahr, je ein und dreyßigſten gar alts Annelein ihr Leben. che in Tugend fanfft und mild Chriſten ein gar ſchoͤn Borbils m Todt amd Leben geben. a En | Laus Des Das 19. Lied.

ander Marter-Lied, von, einem ndt Deter, zu Gendt verbrandt Anno 552% im Thon wie der Bergenhauer. Oder J Die ihr jetzt leyd Derfolgung und, 2e&

Oder, Hinweg It mir ges nommen, 3%

Br, Roß ſind die Merck des Herren Im Himmel und auf Erd. die ihn thun verehren, zehuͤt er vor Gefaͤhrd moͤrderiſchen Schlangen,

Mas 19 Lied.

——

Die im Engliſchen Schein

Die Menſchen hond gefangen Und bracht in Todtes Pein.

ES Gar liftig Ps angingen, Den Deter von Werwick Woltens zum Abfall bringen, Brauchten viel böfer Tuͤck, Haben mit ihm viel gredte, Abzuwenden begehrt. Denn er ang nommen hätte Hen Rath ihrer Gelhrten,

He 3. Er ſtuhnd wie ein Maur fefte, Sie überwunden bat, Erwaͤhlt ihm fein das Belte, Und bielt das früh und ſpat, Die Wahrheit thät er preifen, Bezeugen biß ans End, Die Seinen unterweifen, Und bat ihmm frey bekendt.

4 Diel ftrenger nun man ftreiten, Und vorfichfiger fenn, Dann in vorigen Zeiten, Sagt er ihn allgemein, Darum foll man fich üben Taͤglich in Chriſti Lehr,

I

Pi a vie

sl TEE - ie

Des 519 Be

Inder > Her6lich chen Bandlen in aut und Ehr,

| offt zuſammen kommen,

von gmeinem Heil, es zuſteht den Frommen,

\eren Gott ift ihr Theil,

3 fie einander lehren

in guten Unterſcheid,

3 man ſich foll bekehren

on Suͤnden > Boßheit.

t uns ins Hertz cnfieen. as reine Göttliche Sort, ſchs wir nachmahls genieffen, Benn wir werden hinfort, fücht vons Sathang Treiben, Ind feiner Blieder G'walt, ß wir vor ihnen bleiben, - Ind ung Gott 2 erhalt,

tunterſcheyd haben wiſchen zween Wegen fein, dem ewigen Leben, = der Hoͤlliſchen Pein, | #r der falfchen G'meine, Sathans G'ſponß ımd Braut, des Herren alleine, |

0 19 So er ihm ſelbſt getraut.

8.

Durch GOttes Wort und Geiſte,

Den rechten Gemahls Riug Durch dieſen allermeiſte

Geſchehen groſſe Ding, Darum werden gebaffer _ Die Kinder Gottes all Stund, Weil fie den Moſt gefaffer

In neue Schleuch zuland,

9. Der ſie thut froͤhlich machen, Und ſtaͤrckt ſte in der Noth, Sie thun all ihre Sachen Allein befehlen GOtt, Sie werden wie Schlacht⸗Schafe Zu dem Todt hingebracht, | Gericht durch Menfchen Waffen, Seynd als ein Raub geacht.

Io Haben fein ficher Orte Da man ſie bleiben läßt, Bon wegen GOttes Morte \ Werden fie ftäts gehaßt, Sie heulen und faft weynen. 7 | k

Die Belt freut fich darinn, And thut gar ſehr verneinen Der einfaͤltigen Stimm.

Das 19. Lied.‘ tr9 ' 11, Biedlein iſt geſungen m Peters Beſtaͤndigkeit, iſt gar wohl gelungen, ach dieſem groffen Lend r die Freud empfangen 1 Feuer die Marter-Kron, un Dfahl mit Verlangen wart ewigen Lohn.

12, auſend und fünff hundert den und fuͤnfftzigſten Jahr, d Peter abgefondert t Ubelthaͤter Schaar, send Den Todt gelitten, en in dein Niderland. ßt uns hertzlich bitten, * man flieh Suͤnd und Schand

13.

Bruͤder thut euch kehren an der Welt Heucheley, hre Zeit verzehren lauter Fantaſey Antichrifti Lehren,

r Heyl liegt euch daran, Jr euch Davon kehren, erd Ihr gar beſton

Das 20 Kied. Das 20. Lied, Ein ander Matter« Lied, von fiebin Bruͤd auf einen Tag zu Gmünd in Schwabenland beit An.ı 529. Im Thon, Ich fund an einem Morge

\ I

Gele hab ich vorg nommen,

- Aus meines Herken Grund, Das Lob bey allen Frommen Mein'r Brüder machen fund,

Wie alle Welt jeßt toben thut Uber ail GOttes Knechte, Rauben ihn'n Leib und Gut. 4

2, GOtt thät ang Gnaden fehen ; Auf aller: Menſchen Kind, 4 roß Lob wir ihm verjeben, | Bir waren alle blind. Sein heilſams Wort er zu ung fande Haß wir ihm folten glauben, Meiden al Sind und Schand. 9

3; Das Wort thäten bekennen Diel Leut in Teutſchem Land, Lieſſen fich Shriften nennen, 4 Vermieden Sind und Schand, Die tollen unverwifen feyn, j Meynen es fen gung mit Morten Sir führen falſchen Schein. |

4.

nach that eg fich fügen,

ſls es GOtt recht daucht ſeyn,

n Wort Fan nicht betriegen,

8 Eſaias ſchreibt fein, |

n Merck thut er vollenden ſchon, ticht leer thuts wiederkehren, ührt auf rechte Bahn.

5, doch allhie uf Erden inftlichen trauen thun,

fen gehaſſet werden,

eſchmaͤht mit Wieder-Tauff; waͤrens abgefallen all,

on GOtt abtrünnig worden, ehrt zum Belial. nic

| 6. doc) mit Ernſt begehren Bas GOtt gebotten hat. chs mit der That bewähren, o viel fein Gnad zulat, min jetzt MWiederräuffer ſeyn, Gott wollft fie bewahren, Sach ift einig dein,

7. doch auch gern verzeihen on Hertzen jederman, u m Nächften auch gern leihen, 52 Und

Das a 20, Lied.

“.

Um beffen n nichts darvom Fuͤr ihre Feind fie bitten thund,

Das hat man wohl geſehen In ihres Todtes FAR

Kuͤrtzlich es iſt ——— Daß mans bewaͤhret hat,

Ihrn Glauben bat man g'ſehen,

Zu Gmund wohl in der Stadt, Wie wohlder Seind braucht manche:

Daß er ſie ab möcht führen, -

Ihm nicht gelungen iſt.

Ein'n Knaben hatten > gefangen,

War alt vierzeben Jahr, In Thurn mit ande gangen,

Iſt kund und offenbabr, Darim'n er auch gelegen iſt,

Bar hartiglich gefangen, Beynah ein Sahres Stift.

Noch bleibt er —— Wie offt man zu ihm kam, Mit ihm ward eingeleget Ein Bruder tugendſam, Gefangen um ihr Leben frey, Thäten GOtt darinn loben, Her iſt ihnn g'ſtanden bey,

*

Düs zo Med

en 9 N gen

es nun Zeit. ift g'weſen us diefer Welt zu gehn, man ihn n vorgelefen, Ib fie ab wolten ſtehn, iölten unbekuͤnmert ſeyn, u ihren Weib und Kindes acts kehren wieder bein,

12. thaten fre ſich neigen ihrem Feind geſchwind, tt haben wir zu eigen: uch unfer Weib und Kind, fie auch wohl bewahren Fat, - arum laßt von den Sorten, wollen wülig dran.

13. em kam auch geritten im Ruaben in den Ring Graf, Der thät ihn bitten, nd fprach, Stein liebes Kind, u von dieſem Irrthum ſtahn, n Pfrund will ich dir geben, allzeit bey mir han. ei

14, ich mein Leben lieben, ein BOtt darum verlahn, dieſem Creutz mich ſchieben,

34 Das

224 Das 20 Lied. Das ſtuͤnd mir uͤbel an, Dein Sut ung beyd nicht helffen mg Ich bin eins beſſern warten, ; Sprach der Knab unverzagt.

15, In meines Vatters Neiche, Der mich erwehlet ſchon, Der wird all Ding vergleichen, Derhalben laf davon, Der mic) allzeit ernehret hat, Hem willich Ghorfam leiſten Jetzt in der Testen Noth.

16, zu dem wir follen ſchreyen Ans unfers Herkens Grund, Daß er ung Gnad verleihe. „dann kommen wird die Stund, Dat wir getroſt feheyden davon, Haß wir von ihm nicht weichen, Gibt ung die ewig Kron, | | 1A In dem ward angefangen Getuͤmmel und Geſchrey, Mit Spieſſen und mit Stangen, Die Red ging mancherlen, Alſo erlangten fte die Kron, 3 Durds Schmwerdt ſind ſie umkom̃ Hats g'ſehen mancher Man,

Das 2: Lied * 125 ee ander Marter-Lied von Gotthard Nunnenberg und Peter Kraͤmer. Im Thon, Der Thoͤricht ſpricht es iſt Fein Gott, Over, An Waſſerfluſſen Babylon. |

I, JExckt auf ihr Voͤlcker überall, L Su diefen Letzten Tagen, je wort Gotts dringt berfür mit ſchal⸗ Man hoͤrt viel davon ſagen, ich aller G'lehrten Prophecey, d nach den Worten Chriſti frey, Die Mattheus thut fchreiben, n einen ift man fangen thun, rt ander in den Todt thut gohn, Den dritten thut man vertreiben.

2, ie es dann ſchon ergangen iſt In acht und fünfzig Subren, een Brüder fing man zu der Friſt, SIE kund und offenbahre, er hieß Meter Krämer merck, d der Gotthard von Nunnenberg, Sen Wineck that mans leithen, rt treue Männer wordens geacht, Elteſten der Gmein gemacht, Davon mußten fie fcheiden.

| en rRentmeiſter nahm fie g’fangenan, 324 .. Sung

226 Das Lied Stirn Fatz mit ihn n zu treiben,

Sie blieben feft im Glauben ftahn, Bey GEOtt fie wolten bleiben,

Sie lagen g’fangen lange Zeit,

Iſt ihnn vorkommen mancder SH Die Wahrheit aufzugeben, '

wWieder zu Weib umd Kinder gehn,

Auf ihren freyen Fuß zu ſtehm Man ſolt ſie laſſen leben.

4. | Das haben fie nicht koͤnnen thun, Durch Liebe ihres Herren, Don feinen Wort nicht wolten ftoht Zu Menfehen-Lehr fich fehren, ' Derliefien da Weib, Kind und Gut, Zuletzt ihr eigen Fleiſch und Blur In die Scans baben geben, Dem Herrn ein Opffer worden find Ihr Namen man gefchrieben findt Wohl in dem Buch des Lebens,

x Se

Als num die Zeit vorhanden war, Daß man fie foltverhören,

Do kam zu Hauff der Glehrtẽ Scha

ie wolten fie verfiören. Sie ſchlugen ihr fiftig Anfchläg ab | DurchGoͤtt, der Krafft und Starcke g Ohn Schröcden und Verzagen,

ee er.

‚füchten feinen Weg noch Rath, .

am wie Ehriftus vorgangen hat,

a5 Creutz ihm nachzutragen. 2 ng

man fienum bracht aus dem Thurn, um Todt wolt man fie leiten, blieben feft ftehen wie die Mauren, Bichen zu Feiner Seiten, i Rentmeiſter, Schöpffen oder Rath, nein mann, Hencker, und Landvogt, daben ſchier aͤll geſchrauen,

s Volck war auch verzaget gar, Gfangnen Hertz voll Freuden war, Sie ungen mit Bertrauen.

lmancherley ward ihmn vorgleit, zu bringen in Verzagen, s hat gewährt ein lange Zeit, ßiß zwo uhr nach Mittagen. Rentmeiſter verzog fo lang, Schroͤcken fie zu machen bang, Bermennt ſte umzukehren, rum legt er groß Arbeit an, ß ſie nach feinem argen Wahn Annaͤhmen falſche Lehren,

8

aber er nichts fehaffen kundt Nit fuͤhrn auf Orden 5 3 ve

vr

228 Das Lied. Rieff er dem Hencker zu der Stund Dem te geliefert worden.

Der Hencker Bam nicht aeren dran, Doch nahm er fie mit Weynen an, sm Herken war ihm bange, Gotthard wohl zu dem Dender fi Mid) hat verlangt nach diefem Tag

Wie bleibt du dann ſo lange?

9. | Als ihn der Hencker band mir Sit, Sprach er zur felben Stunde,

Liebe Männer erfchröcket nicht, Ehrifius ward auch gebunden. Der Rentmeifter die Ned vernahm

And vedt den Hencker heftig an, Alſo muſt dur nicht ſprechen.

Da ſprach der Peter zu der Stund,

Wir bleiben feft bey Chriſti Bund, Den werden wir nicht brechen.

Io,

Da fing Gotthard zu ſprechen an, Die muß man Trübfal leiden, Wer dort erlangen will die Kron,

Mufi hie ritterlich fireiten, Nie Braut muß wie der Brautigan Durch Leiden in die Sreud eingahn,

Solches lehrn uns Chriſti Reden, Der Herꝛr ward zwiſchẽ die mörde2ge

Bee 8 8 macht ung Creutz und Leiden leicht sürchten Erin Würgen noch Diorden;

I1 1d fies am grünen Holtz gethan, Bas will am dürren werden? 1 fauren Wein trancken voran Sein Diener hie auf Erden, mm wir bey Chriſto kommen ein, trincken wir den füllen Wein, Frit muͤſſen wir dasleiden einpfinden, reckten fie ihr Hand frey willig dar, 8 manchen Menſchen Wunder war, And lieſſen fich willig binden.

12, Wi 8 Dolch des hat verwundert ſich, Sie prache, was fiht man aufErden? e gehn zum Todt fo williglich, Koͤntens doch ledig werden, T Sotthart fprach, wir fterben nicht, r Tod führt ung zum Himmel mit, Ben G ttes Kinder alle, | wir ein gwiſſe Hoffnung bon, | ß fangen wir den todt mit freuden am, Daß wir GOtt mögen gfallen.

12,

8 die Zeit nun vorhanden war, An diefen Todt zu tretten, ifricht habens geſtanden Dar,

130 Das 21 Lied.

GOtt im Dimmel angebeten. Gaben ein Zeichen der Lebe rein, Sich kuͤßt ais Brüder der Gemein,

Sie warn mit GOtt verpflichtet, Der Hencker richt fie unbefiheidt, 7 Er fprach mit Angſt und groſſem &

Solch Menfchen nicht mehr richte

14,

Als nun ihr Haͤupter abgericht, Begehrts Volck heim zu jagen. "

Der Rentmeiſter fprach, lauffet nich Helft die Srommen begraben,

Sie find nicht gftorben um Uebelth

Sind Feine Dieb noch Mörder quat, Waren from von Leben und Sit

Hatten nur folchen Glauben an, °

en Derren und Fuͤrſten nicht verſt Drum haben fie gelitten.

I 5.

Die ſind im Herren geſcheyden ab, Das Leben aufgegeben.

Hinfort iſt ihn n beyg legt ein Gab, Die Kron das ewig Leben.

Hond geſtritten wie ſtarcke Held,

Uherwunden den Teuffel wild, Die Welt han ſie verlaſſen.

Ihrn Glauhen habens frey befandt,

Ihr Blut iſt ausgeſaͤet ns Land, 4

Das 22 Kied, Er

Bird wachfen guter maflen. AMEN. GOtt fen der Preiß ewig.

Das 22. Lied. ander Marter-Lied von Georg umacher und Wilhelm von Kepfel. Im 'hon, Sch fah den Herren non Salcens fein. Oder, Es ging ein Fraͤu⸗

fein mit dem Krug.

1 fingen will ich heben an.

Des Herren Wunderthaten, Herr geb daß eg jederman um Beften mög gerathen.

2,

er thu mir auf die Leffzen mein, af; mein Mund moͤg verkünden 8 Lob und Preyß in deiner G'mein set und zu allen Stunden,

' 3: \ i nmerckt: Zu Eöllen an dem Rhein hät man mich kuͤrtzlich greiffen, hl um die rechte Warheit rein, Javon wolt ich nicht weichen.

\ 4 man fehrich zwey und ſechtzig Jaht, Bard ich alſo gefangen. ge manchen Fund und offenbahr,

| | I

232 Das 22 Lied.

ne re er ma

Bin will ig mit gegangen.

Sie führten mich af einen Thurn, Thaͤt doch nicht lang Drauf bleibe Da merckt ich eiſt des Drachen Zor Den er thaͤt Sl mir treiben.

Man tbät mich ba am hellen Tag Ins Graffen Keller führen.

Da auch noch ein Gefangner lag, Mein Bruder dem Herren. i Da ward manch geh und Strich gele Zu fangen unfer Leben.

Dem Herren fen der Preiß geſe Er hat ſie laſſen fehlen. 1%

8.

Dom Kindertauff war ihr Geſchren

Den ſolten wir recht preiſen. Ohn GOtts Wort mit Seopie Wolten ſie ihn le

Einsmals thäten 7 e sehmeichlen eu Eins mals gar Iharflich Drauen Mirspein und Todt; Aber davon |

Thaten wir wis ——

Sie ſungen füß, fie füngen ſaur,

Das 22. Wied,

TO 2 ji ae —9

—— nm nn

8 mocht ung nicht bewegen, m unſer Hertz ſtund wie ein Mauer, er HErr thaͤt pflegen.

Graff verhief; Georgen Geld,

ein Magt zu einem Weibe, fern er nur abweichen wölt. se) der are wolt er bleiben.

brach dein Magi,deinEnt und Geld, ſag mich zu GOtt nicht bringen, beſſers hab ich mir erwaͤhlt, arnach hoff r ringen.

war ein Fluger Saft an mie. | Bolt mich in Engeland führen, Dr much auch geftürset Se

tt aber Pehren14

nun herdrang die letzte Zeit. = arnach ung thaͤt verlangen, wir zum Opffer wuͤrden breit, em Herren Ki Lob fange

thaͤten fi ie uns bebn heraus og. Sraffen Keiler führen, einem Saal in kinem Haus * * iu einer Knen,

16,

Da trieb man init ung manche Ned, Dian that uns fatzen eben.

Georgen dazu ſtillſchweigen that,

Kein Antwort that ich geben.

Ta Das währt die halbe Nacht durch a Biß es anfing Zu tagen, 4 Da that man aus des Oraffen Haus zum Rhein fill mit ung jagen. 18. | Da man nun alfo mit uns lief | Heimlich zum Rhein ſo ſchnelle, Allda Georg zum Graffen rieff Mit lauter Stimm ſo helle:

: 19, Herr Eraff wo ift eure Zufag, Die ihr uns habt gegeben, Ä De ibr fagt daß ihr ung bey Tag Wolt bringen von dem Leben?

|

20, e

Niemand Eehret ſich an ſolche Work

Man that mit une fort dringen,

Biß daß man ung bracht an den Or Da man ung wolt unibringen.

| A 2 Sie find auch fein erfüllt die Work, Die David ſpricht, merckt eben, h

Das 22. Lid. 135 chuldig Leut heimlich ermord, Jer Herr wolls ihmmn vergeben.

ANZ; Herr ich bitt von Hertzen Grund, hus ihmn zur Sund nicht vechuen, Doch) wicht. wiſſen was fie thund, RXum thus an ihnmn nicht rachen.

23. | meynen Dir zu Dienen dran, Ind Dich damit zu ehren, te gib dirs ihnen vecht zuverſtahn, fie fich zu dir kehren.

* 24. man uns nun aufs Waſſer bracht, ab ich mich ausgezogen. a Haͤnd aufs gfuͤß glegt und gedacht, ib wolt bald kommen oben,

25, | dacht ich num felber bey mir, ch ſolt vecht Priefter werden, bringen das recht Opffer Dir, nd kommen von der Erden,

26, war aber mir abaefchlag'n, ſocht mir nicht wiederfahren, 1 hieß mich zieg'n die Kleider an, nd hieß mich länger harren. 8 27, Ak

76 Das 22 Lied. # 27% Allda thaͤt Georgen vorhin gahn,

Daß er opffert fein Leben, Den Friedens⸗Kuß bot er mir an, Sen hab ih ihm aud) geben. 28

Drauf legt er feinen Hut gleich ab, Und it alſo geftorben, - Der Rhein ward feinem Sleifch ein ge Die Kron bat er erworben. |

29% |

Da fprach der Hencker zu mir fein Thu dem Kleyder anlegen,

Zum Land ich dich nun führen will

Und Dir den Kopff abfegen.

| 30. Da war ich willig und bereit, - ° Der Preyß der fen Des HErren Ich ſprach, Was GOtt zulaͤßt allze Moͤcht ihr mit mir vorkehren. 31. Als wir nun kamen an das Land, Hond fie mich frey gelaflen, | Her Hencker ſprach zu mir zuhand, Geh nun bin deine Straſſen.

3 32, J | Ach lieber GOtt und Datter mein, Wie ſoll ich Dir Doch Tanken,

Des 22 Lied.

dn mich haft erhalten 1 fein, uf daß ich De * wancken?

ward nur ein Schifletn g lacht )as ander länger beydet,

daß es feifter würd gemacht,

Ri GOttes geweydet.

hond wir mit Gwen wild, Ind mit Wölfen gerungen,

Herr war unfer Schub und Schild, Jarum ifts uns gelungen,

35. um liebe Brüdr und ſchweſtern mein hut eich mit Fleiß bereiten, mit ihr auch geſchickt mögt ſeyn, Nit ſolchem ar. zu ſtreiten.

tet auch Gtt n mich mit Fleiß, daß; er mich woll erhalten, | an das End zu feinem Preyß, 3on ihm bleib Aion, a

nn börgen fie faf, gern die That, "hung mit Lügen ausftreichen, ſprechen: In der letzten Noth dab Georgen wollen weichen,

Sa,

EL Das 22. id 3%, Sie fagen auch dag ich am End Die Warbeit hab aufgeben, Hab mich von Gottes Wort gewen Drum fen ich noch im Leben.

39. |

Die la man immer fügen bin, Sie habens feinen Srommen, 7 Laßt ung dem Herren dancken dri Sein Wort iſt zu ung kommen. | ; 40, | Die Pharifeer, das it wahr, Bolten mit Lügen dämmen, Die Aufferſtaͤndnuͤß Ehrifti klar, Des mußten fie jich fohamıen.

41. i

O Eöllen Eöllen an dem Rhein! " Wann wiltu eins fatt werden

Des Bluts der Heilgen GOttes fäl

Die du tödteft auf Erden? |

42,

Ihr thut noch zieren immerdat Die Gräber der Propheten,

Die Gräber auch der G’rechten kla ie eure Eitern thaten,

u es | Ihr ſprecht, hätten wir da gelebt, . Zu man fir thaͤt ermorden,

| w Das 23 am 192 wolten haben wiederftrebt, his Bluts nicht theilhafft worden,

44 . nit gebt ihr je Zeugnuß klar, Jas ihr ſeyd Moͤrder Kinder, um draͤut Chriſtus weh, weh gar, Bo ihr nicht laßt von Suͤnden.

45. m laß von deinem Wuͤten ab, Ind thu dein Fünd bekennen, ft wird die Höll werden dein Grab, ewig Feuer wird brennen.

| Das 25. Lied. ander Marter-Lied, von einem mas Drucker genandr, zu Coͤllen am Rhein ugt, Anno. ı557. Und geht im Thon Durch Adams Fall it gantz verderbt.

L,

Ollt ihr hören was ift gefchehen, ) Im ſieben und fünffzigften Sabre, Coͤlln hat mancher Mann geſehen, Is Thomas Drucker ware,

anglıc) allda eingeführt,

Heim um GOttes Worte,

man noch weiter hören wird,

Bies ihm erging binforte,

A, brachten ihn auf den Thurn frey, 83 Da

240 Das 23 Led. I Da thäten fie ihn verflagen, °

Vom Tauff und Eh war ihr Geſch— Davon ſolt er ibn fagen, |

Welchs er gethan und wiederleyt, Mit GOttes Wort bewieſen.

Auf den Tauff gabens fein Beſcheid Die Eh hond ſie geprieſen.

3. | Von Thurn zu Thurn hat man ihn gfi Wolt'n ihn exkamniren. | Er gab Beſcheid wie ſichs gebuͤhrt Ließ ſich vom Herrn nieht führen Er ward von manchen Srommegl Die Chriſtum thaten kennen. Des Pabſtes Hauff ihn ſehr betruͤbth Man ſolt ben Ketzer brennen,

4.

Sein Weib ſchrieb ihm ein Briefleinl

That ihm ihr Hertz entdecken:; Lieb Freund, bleib ben der SBarheitlt

Laßt euch davon nicht ſchroͤcken, hr wißt was ihr gelober bau,

Das Ereuts laßt euch gefallen, Chriſtus ging felber dieſe Bahn,

Und die Apoſtel alle.

N 5 Gelobt ſey GOtt liebe Hausfrau, 7 kind Schweſter in dem HErren,

Das 2; Lied, ' 141 Herren Werck und Wunder ſchau, freut mein Hertz ſo fehre. | hör aus eurem Schreiben Flat, ihr fend wohl zu frieden ) röft mich der Heilgen Schaar,

Jie vor ung hand geftritten, 6

Wort ich nicht vergeffen will, Ban mich Hrübfal aufommen, | 1 Leiden weiß ich noch nicht viel, dab noch Fein Traurn vernommen, ſteh loß Frey vor meinem GOtt, Mit gutem G'wiſſen fage,

18 er mir auflegt in der Noth, doff ich mit Freud zu fragen.

Wie dacht, viel trauren fehmer& und Leid Solten mich überfommen, m HErrn fen ewig Lob bereit, ln Truck hat er genommen. _ in Joch iſt ſuͤß, fein Laſt ift leicht, Sein Bott find nicht ſehr ſchwere. er fich dem Herren nicht entzeucht, Her fürcht fich nicht ein Haare.

| 8. ie ſteht mein hertz, auch ſinn und muth, Um Gottes Wort zu leiden. widerſtohn biß das Blut, K4

142 Das 23 Led 1 Deß bin ich wohl zu frieden. Ich hoff des Worts zu dencken wohl Das ich oft Hab gewagen, | Dis HErren Wil gefcheben poll, 7 Weiß anders nichts zu ſagen.

: 9, 5 Ich vermahn’ euch liche Hausfrau Kind thu euch hart befchweren, % Erzieher eure Kinder nau, Ermahnt fie zu dem Herren, Den boͤſen Wiſſen widerftebt, | Vor Boßheit thut fie wehren, | Deun der fie euch geichaffen bat Der wird fie wohl ernehren.

Io, |

Nach Weib und Kind, die fichtbar ſe

Will Id jetzund nicht trachen

Noch ſinds mir lieb un Herben men Vor Dreck wi ich fie achten,

Diet hoͤher kenn ich meinen GStt,

Mit ihm fein Schmach zu trage

Daoß Egyptiſch Gut der Welt vergal

h Dus ſoll mir nicht behagen.

II, J

O EErr möcht ih deß wuͤrdig ſeym Su leiden ohne Woncken,

Vezeugen mit Dein Blute mein,

Wie ſehr wolt ich Dir danchen

Stat

Dana 0 ce mich O Herr in meiner Noth, ch hab did) ausertohren.

ir iſt das Blut dein’ Deilgen, Gott, ie aus dir find gebohren,

1.2, in Willen hab ich übergeb’n, sven Willen der Herren, meinem Glauben, Lehr und Lebn ab ich ihmm thun erklaͤren, mich erbotten auf freyem Plan, dr allein Volck zu ſprechen, jederman erkennen kan, b wir. in Irrthum ſtehen,

| 13, | m Gelehrten habens zu mir bracht, an fie mich unterwieſen, varen umeines ihrer Sach,

ie fingen an zu tiefen.

af die ing tauffte Kinder an,

y he felig wären zu nennen,

ein’ wolt fie iin Himmel ben,

ii ander wolts nicht kennen.

| 14. abens mich geſprochen an, 38 ich mich ſolt bekehren. seracht uns gmein bey jederman, mint nicht zummfrer£ehre, eure Kinder ungetaufft,

Ks Das

2144 Das 23 Sieb

Das koͤnnen wir nicht preifen, Darum ihr mit den Ketzern laufft, Has konten fie nicht beweifen. 7

15. x

Daß ich eur Kirch folt han veracht,

Nicht kommen in eur meine, Das iſt die Urſach ſeyd bedacht, Ihr halt eur Kirch nicht reine Ehbercher, Wuchrer, Fuͤller viel.

Halt ihr bey euch für Frommen Ihr ſeyd die gröften in dem Spich

Her wolt dann zu eud) kommen

16. Sch achts vor feinen Irrthum nid ie wir leben und lehren, 2 ch werd dann mit der Schrift bai Denn willich mic) bekehren. DieSchrift agtnichtsponKinderkt Habt nichts davon gelefen, Die im Tauff werden g'nommen Al Die find glaͤubig geweſen.

27; Y Es ift ein Bad der Wiedergeburt

Ein Bund eing guten Gwiſſen⸗ Ger alt Menſch gantz erneuert voll

Davon die Kind nichts wiſſen, Er waͤſcht die Sind nicht ab im SR Die wir von Adam erben,

Das 2; Mid 14 gtaufft wird wies die ſchrift erheiſcht er muß der Suͤnd abſterben.

) 18. : haben mich zur Peinbanck bracht, a folt ich mich erklaͤren. Ä Hab mein Worten Kraft und Macht meins worden Die Herren, Hencker all Ding breiter auch, er ſucht mich hart mit Sorten, das zum dritten mahl geſchach, Si nicht gepeinigt worden.

19. führten mich ing Graffen Daus, er mir bewieß viel Treuen, | tinich wohl aeın geiafien aus, ward ihn nachmals veuen,

u Anfchlag ward ihm widerlegt,

5 ward ihm übel gerachen,

urcht fich vor Des Keyfers Mandat, nd's Biſchoffs Ungenaden,

20, bin zwar willig und bereit lebe und zu erben, acht nicht viel wie es mir geit, Dt laßt mic nicht verderben, wohl getroft, und nim vor auf, ieweil ich bin auf Erden. mdlich troͤſt er nur Ders und Muth Durch

146 Das 23 Lid

Ducch meine Brüder werihen.?

SL; 4

Schwerdt, Waſſer, Feuer noch Ereq Soll mich gar nicht erſchroͤcken, Kein Menſch noch Engliſch Creatu Soll mich von GOtt abtreten. Das ich im Anfang hab erwaͤhlt, Haben hoff ich zu bleiben. 1 Alle die Pein in dieſer Welt. d e

Soll mich von GOtt nicht trei \ 22; r Sie führten mich ing Grafen Hall Des Abends in die Nachte, _ 7 Da kam mir für gar mancher St Das währt Die ganke achte, 7 Don eim der fbottet GOtts Gem Uind fort von groben Elanten, I Die fölten meine Lehrer. feyn, 4 Sie felbft GOttes Wortnicht kan

23. | Da ich zum boden Gerichte kam, Das Urtheil war vergleiche, Dat ich vom Leb’n zum Todt ſoltg Bo ich nicht wolt abweichen. Der Graff fein erſt Gericht bat geth Er war gar ſteiff im Muthe, I Sein Richterfiab befudelt febon, Gefaͤrbt mit Chriſten Blute. 24

Zu

* ao

‚Herr wol hin vergeben num

md nicht zum Argen meſſen, menſchen Furcht weit von ihm thun, ie viel Leut hat beſeſſen,

er das mehr bekaͤm zu thun,

Jap er ſich lieg verdriefen, that des Ehriften Bluts wie ſchon, Beiter —— HAN vergiefen.

Schäfeinward zur ſchlacht gefuͤhrt, urch tyranniſch ſchwerdt uͤmkonien, 1 Seel hat Wonn und jubilirt | zey den Seelen der Frommen, auch unfchuldig find getödt, hut die Schrift offenbahren, junger Dann von guter fahan, son Fi und zwantzig Sahren. AMEN.

ı Das 24. Lied. | ander Marter- Lied, von einem HD Mattheif Zerfaß, zu Cöllen gefangen, it der Gemeine verrathen. Im Thon, All die ihr jetzund leidt Verfol⸗ gung pur? Ca

Inweg iſt mir genommen g Be a: in En Zeit/ 4

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WVerfolgt an allen Orten,

m er > * ee TE ar Ag a GB u; .. —— a‘ ei ir a ke; an n Pr) 7 i j

} 4. Recht nad) des Herren Worten;

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248 Wh Das 24 Lied, In Aengſten bin ich kommen, Im Hertzen Traurigkeit, Darum thu ich diß ſingen.

Aus eim traurigen Muth, i Thuts fchon nicht zierlich klingen, Sp halt mirs Doch vor gut.

m I

Ein Ort wird feyn der Drten,

Shut Eßdras melden Hat,

Mit ausgedruckten SBorren,

Ein groß Aufwiſchung ſchwar, Wird ſich umher erheben.

OOot.t der groſſen Pein. Die froͤmmlich wollen leben.

Muͤſſen beraubet ſeyn.

J | ur; Nach allem Propheceyen

Naht fich die legte Zei, In welcher GOtt wird freyen - Die ganse Ereatur, E Und wird zur Freud erheben ;

Die liebe Kinder fein, : Die fich jest willig geben 3

Linter die Zuͤchtigung fein,

Durch echt ieht in dem Land 7

i * | |

re . oßheit nimt überhband. Gttes Wort recht lehren, ie bringen fie zum Todt. ſoll ich mich Hinfehren,

h Gſtt in diefer Noth?

9 Namen meines HErren

hir ich die Augen mein

en den Bergen kehren,

inauf heb ich fie fein,

yer mir Diff thut fommen.

ein Diff kommt mir von GOtt hab ich wohl vernemmen,

er alles gefchaffen bat.

fte eil mir zu helffen,

pri) ich mit Gotts Gemein, nt dein Fuͤß nicht ſchluͤpffen, er deiner huͤt allein,

hut ja nicht entduͤcken,

r ſchlaͤfft auch nimmermehr, dein allein thut huͤten

frael, ift der HERR.

flät an deinem Herren, riſt der Schatten dein,

) der Hand er Dich führer, Dich der Sonnenſchein

170 Das 24. Lied.

u ———

Des Tags nicht mag verbrennen, Des Nachts auch) nicht Der Mon Thu du ihn frey bekennen, Er huͤtet deiner ſchon. 2

Vor allem Ubel und Boͤſen Behuͤtet dich der HERR. Dein Seel thut er erloͤſen, | Verlaͤßt dich ummermehr. Der HERR thut auch behuͤten Deimn Einzund Ausgang fein” Deß danck ihm einer Guͤten In Ewigkeit Ei

ir”

Bender und Schioefter-g meine, Und font ihr Voͤlcker all, 5 Hoͤrt nun zu Groß und Kleine, Was ich euch) fagen al, = Mie ſichs hat zugetragen U Im fechs und Jahr Thaͤt man zu Coͤllen Jagen Die Chriſteliche Schaat. | IO, 4 Fun waren fie gegangen Zuſammen an.cin Ort, Ins Hertz da zu empfangen Has rein Göttliche Wort, Zudas war hin gegangen,

Ind holt die Spieffen und mit Stangen, damen fie dar mit Macht,

* BREI WERE an; nen von forn und hinten | um Daus gefallen ein, a fie bey einander finden 4 )as Heerdlein Chriſti Flein, thaten fie da fangen, | Rit Schlagen, Wuͤten und Zorn, - Schaf find fie gegangen, lit ihnen auf den Thurn.

12, t nach einander ale bat man fie fehreiben auf,

nad) in folchem Falle, a ertheilten fie den Dauff, 0°. MM

cher der Lehrer ware rforſchten fie mit Fleiß,

igt es ihn’n felbft klare, ER ein Nam der heiß Mattheiß.

äh 13. Ehrifto ihn zu bringen, on feinem heilgen Wort, - en fie fleißig ringen —— erſuchtens an manchem Or, falſchem Trug und Lilten, it Bitt und 7— hart.

22 Das 24

Gr ſchiug ab all 9 Papiften, Darnach er Dan ward,

| 3 J 4 .

Bir feiner Pein noch Schmertzen er ſich je erſchroͤckt, Hielt feſt in ſeinem Hertzen, Was Gott bat entdeckt, Darnach thaͤt man ihn führen Des Morgens indie Hacht, Die Warheit zu verflören Ward ihm wir Strick ging

Fuͤrs Hochgericht debunden Bracht man ihn aus der Hacht, Keyſers Mandat von Stunden Ward ihm da vorgelagt. Da ward er übergeben Dem Dender in ein G'walt. j Daß er ihm nehm fein Leben, A Nach Des na Inhalt.

Troͤſtlich lieferfi & führen | Wie ein Schlachtichaaf dahin, Sein Augen that er kehren Hinauf zum Hummel bin, Sein Hand legt er zuſammen, Und ſprach O Vatter mein, Preiß ſag ich deinem Namen,

—— 7

Be

F *

17. Fen daher zuſammen ah man der Voͤſcker viel, ſolchs zu fehen kamen, 8 wirs ein Wunderfpiel, hatten Mitleiden, Ä Drachen, En das ift ſchad,“ ‚der fein Mann ſoll fterben, H Err, um That.

Fan a, !

wolt * ſprechen an,

thaͤten fie auch fangen,

nd ſtieſſen ſie darvon.

h ein Knecht wolt ihn gruͤſen,

en griffen fie auch an,

that der Graff bald rufen,

en ſolt ihn laſſen gahn. A. 19,

r fam ang gerichte,

ah er fich um und prach,

groſſes Volck unfruͤchte

ab ich auf meinen Tag,

en die. all verderben,

zaͤr Jamm'r und aroffe Fig.

r jetzund folt fterben,

Rt wie er weiter Sprach.

De

14 Das 24. Lied.

Emm

20,

echt weiſtu GOtt und eben,

Wornach ish hab getracht, Mas ich. Hefiicht im Leben,

Bon Anfang Zag und Nacht. Mas ihr mit mir getrieben, |

Herr Graff. das wißt ıhr wohl, Ich hab euch allg verziegen, |

a‘

Iſt aus mein'm Hertzen all,

zT. So bat ein End genommen | Sein Zeben Diefer Zeit, J Durchs Schwerdt iſt er umkommt Lebt doch in Ewigkeit. Er Hat geſaͤet mit Thraͤnen \ Eilend den Samen fein, Bad wird er wicderbringen Mit Freud die Garben ein,

22. ;

Ruͤſt euch und bahnt die Straffen? Macht richt und vein den Weg, Thut alle Boßheit taffen, | Geht in den engen Steg, X Thut nicht euer eben lieben,

Sonft bringt ihr euch in Tod, " Kieben laß ichs num bleiben, 7 Dear Herr geb euch fein Gnad, U

Laus

Das 8 25 ie. *

Marter⸗ Lied von einer, ges Maria. Und gehtim Thon Ach Sat ich mag BR trauren. 4 ir

1 feöfich will ic fing ingen, Ich bin gank ftäts daran,

irſach thüt mich Dingen,

se ihr werd hang thun. allen * I

hut ſich offenbahren, | :

valler Weite weit, gſchrieben ward vor Fahren, er Fromm wird

3. iſt es ergangen, n Zwey und füfftigften Jahr, os hat man gefangen, fromm Aa war.

ia war ihr Maine, OR

een Frommen wohl aa at bezeugt lobfame,

m Herren in ar Land

ſt gefangen g legen, ohl in das zweyte Jahr, go fi s bat ed

218 Das 2f Lied.

———

In Ehriffi Schmac u und & fabt

Die Frommen hat fe e gebeten Aus ihres Hertzen Grund, Daß fie recht wandlen thaͤten Und hielten En Bund. .

Sie opffert auf ER "Herren |

Ihr n Leib wie Paulus meldt, 7

Tas Reich Lhriſt that mehren,

Ihr Bau auf EHtt war g fell B.

Sie haben fie verfüchet, ‘WG Orey Ta ag! gar mantherleg, 7 Der gottioh Hauff verruchet, FE Sie blieb dem DR treu.

Die GOtt von Herten vertrauem Und ihn bekennen thun,

Es ey Mennoder Frauen,

- Die wird er nicht verlaͤhn.

109% |

Der Dberft wolt fie kraͤncken, Wiltu zur Kirchen gohn,

Die Kofi will ich Div ſcheucken,

Und ein Jahr thun.

Sir antwortſihm beſchehden,

m & bleib Ab bey en Shrifte San... > ns Worte wegen zu leiden Bag ich daß Bee mein,

e zum Todt it. gangen, J— sang fie aus Hertzen Grund. h thaͤt herlich verlangen tach dieſem und Stund.

iſtus warnt ib die Seinen m wird euch töten thun,

) dennoch noch vermeynen

3Ott wohl zu dran.

t wird mein & ebrochen.. | % ns Manns IBeib Din ich ge weßt, st hab ich mich chriſto der ßt.

ſie zum Waptt bamen, | Redt fie ein Gleifuer a, e fprach zu ihr mit Tamen, Fuch wirds nicht a, ergahn

1 bat man fi fie verhalten: Wohl ben dritthalbe Stund, olten fie von GOtt ; Au Ben von AN et

8. Das Dip, 00 mn

17, ; | Darauf hat fie gefprochen, Ich bieib bey Ehrifti Wort, Wird ſchon mein Leib zerbrochen, Fahr ich doch Drinnen fort,

3

I 8. !

Das Korn iſt in den Aeren, Es muß gedrofchen feyn, J

Was ich anfing vor Jahren, Bill ich vollenden fein.

*

19. O himmeliſcher Vatter,

Mein Seel nim in dein Haͤnd. Und ſchickt ſich zu der Marter, Legt ab ihr Kleider g ſchwind. 20, Alto iſt fie geſtorben,

Bezeugt mit ihrem Blut, Die Marter-⸗Kron erworben, Erlangt das ewig Gut. / | PR or. Drum wollen wir GOtt loben, Soc in des Himmels Thron, Der die Kraft ſendt von Oben, U Kein Sleif und Blut das fan. 7 | ! ANEN,

Das : 26 Be .

under er Marter er Lied von zwölf

en, auf einen der Mau⸗ |

n gericht. Im Thon, wie man die VNolen ſingt. |

fe wolln wir eher fingen,

Allhie zu diefer Seit, ruck von gefchehenen Dingen, ie 68 ergangen iſt, f Evangelifche Perſonen, —* leiblich erwfangen,

euden g nommen an. 2,

R it Gluͤck ——

7

du uns g’fangen haft,

ch nicht recht befünnen, ſelbſt aufgelegr ein Laſt, | irſt fie von Die bringen ſchwer, heit iftdir gerromuen, 000°... don es Hei Ent,” Mae,

& Stirger.ich al, nenne, faß in der Verhör, wird denfelben Fennen, + n führt ein Schuhtnecht her, von ED zu reden Mh. a er Antwort gabe, bu nic t anſtahn.

+ u

160 Das 26 Lied.

—— ——

| 4. ? Der Diener fragt: die Herren, Aus ſanfftmuͤtigem Muth, Mas Urach fie da wären Zu richten Sieifh und Blut, Send ihr Herren der Warheit ſcho Sie hieſſen ihn einen Narren, Er ſolt ſchnell vor ſich gohn. 5

Die Frommen waren gangen Dom Rathe Haus aus der EM Ohn Band und ungefanaen, i - Daß man gefehen hat, —4— ED grün Die Wallſtadt und den Heute wolin wir auf Die leide Wohl um das Börtlih Wort. 7 . 6

Ahr Herren von Bruck ſolt wiſſen Lind feht euch eben fin, J Ihr ſeyd gar hoch befliſſen, Gluͤck ligt euch vor der Thür, 7 Hört auf mit uns und laßt darvon Unſchuldig Blut zu richten, GoOtt wird eg rächen ſchon.

*—

Bruck wolt ſich gern ausreden, Wendt für der Fuͤrſten G'walt Es bleibt nicht unterwegen

P j, b Kal a i 4 Lin Do“ a a MENEN, RIES N AR) "m, Be *8 *

When ve gi,

ann m mn —— ——

vn as ihr Mandat inhalt,

wohl der Fuͤrſt weiß wenig dran ie Gelehrten thun erdichten, fromm Leut kommen um.

8. Bürger wolt nicht weynen. ber. unſer Fleiſch und Bl ut, tt eh ung gnadig meynen, en haltet wohl in Hut, tt erfeiicht den Lan Köffrften ſchon, af er ihn lern ertenuen, uns erlang die Kron.

9.

Ring thät man da machen, ls noch Gewohnuheit ift, Freud that wenig lachen, if ung HErr IEſmu Ehrift. fielen nieder auf ihre Knie, ud baten inniglichen hrem Vatter en finden auf it Freud en. nd rüften fich zum Sir Nachrichter in Leide eins Richters Ehr begehrt. lieber Freunde mein,

ft woll dir hie verzeihen, gm a Tg

j | 4 ) J

263 | Das 26 Lied.

Ii, u Der jüngft der bat von Derken, Sein Brüder zu der Stund, Zu erſt litt erden Schmerken, Kuͤßt fie an ihrem Mund, GOtt fegne euch liebe Brüder mein Heut woll’n wir bey einander Im Paradieſe feyn. J

12

Meun Maͤnner man enthauptet.

Auf einem Anger gruͤn, Ihr Hertz war unberaubet,

Sch ſah fie nieder Enien, J

ber das Schwerd goſſens ihr fl

Wohl um der wahrheit willen,

GOtt had ihr Seel in Hut. a EZ | ; Drey Srenlein man ertvencket, Iſt kund und offenbar, J Von Gott ihr Feine wancket, | Das ſag ich euch fürwar, a Die jüngft lache im Waſſer ſchon Des har ſehr wohl geſehen 9 Gear mancher Bidermann.

14.

Ich ſah fie Zfammnıen begraben

Weohl in ein Grube lieff, I, Sit Weynens ſich ergabe,

F Sem u ——— ei rieff tt geb den Seelen ewig Ruh. ich deucht das aller beſte, N man nicht ii 3 ir a prachen auch die Toflen s ift des Teuffels 2. febrd, ftecken Boßheit volle, u ft Feiner der fich bekehrt, ſchmaͤchten Gott im höchften Throm, em Antichriſt hond fie gedienet, wird ihnen Br den Lohn,

Sad die ward brachte einem Freytag fruh, ſonnen, unbedachte,

ieh Herren ritten zu, ‚zogen traurig wieder ab,

ch Fans nicht all befehreiben, ichs gefehen an

in wolf n wir Sr

er fie erhalten hat,

laß uns auch nicht wancken

son feiner groſſen Gnad. + Err auch umfer Hertz bereit, i af es big an dag Ende N dir wicht werd geſcheidet. n ..

184 Ya Das 27 Lied,

Ein ander, Matter Lied von me

hen Berfonen, auf einen Tag zu Saltzbu

brend: Im Thon, Entlaubet iſt der W oe Ich [und m einem Morgen . DDR gi jetz zund ec.

Oſch Gott vom Ssifineftkiche, Nim deiner Schaͤflein wahr Laß fie von DE nicht weichen, : Ihr iſt ein Feine Schaar, | Halt fie in deiner Hute, . Su hun aus Fammerg ih Das Thier fie jagen thure, Muͤſſen leiden Bi; Todt.

In emes Kerckers Grund, Dem Herren ſie lobſangen Uns. preißten ihn mit Mund, 4 D Here laß dichs erbarmen, R Und dir geklager ſeyn, 4 Komm bald zu Su ung arınen, 7 Halt uns im Millen dein.

Dan feat fie hart obfanken. ; | Ä

| —11 *

3. |

Sie woll'n ung von dir dringen. Mit ihrem hoben Pracht, 4 Grimumg darwieder ringen, f

Verleih dein Goͤttlich Macht.

hond kein'n ander: Herren 1 Himmel noch auf Erd. wir von ihm begehren,

:f werden wir gewaͤhrt,

ns IR, Rn j ſtus fendt aus fein Boten.

eut ung fein Reich " ille Belt verwotten,.

it groſſer Freud und Wonn. haben aufgenommen | a Reich und Gnad, + Pfarren drüber brummmen,

aften uns früh und par

9 ne verborgen-fehre, ehr dann fünffhundert Sadr, » ihres falschen Lehre {2 erführt ein groſſe Schaar, -. ten fein Wort mit Fuſſen,

8 muß verachtet ſeyn.

gib ihn dan fies buͤen,

nd thun den Willen dein.

6, Zaltzburg ifts geſchehen, fs nicht ein groſſe Klag? cher Mann hat geſehen, man auf einen Tag zehen thaͤt verbrennen. Br: Men

vB) N N 9 Pa a * But —J —9

166 Das 28 Lied Allein um Chriſti Lehr, * Die fie thaͤten befennen, f

Daß Er allein war Herr.

n 2 Das Bild woltens nicht ehren, Noch das Thier bätten an, Ihr Wort und Lehr nicht hören, Kein Zeichen woltens han Des Widerchritteng Haufen, In ihrer Stirn noch Hand, Drum dorfften fie nicht Fauffen, Noch verkaufen im Land. 2

8. | Ben Ehrifto find fie blieben,

Sein Zeichen gnommen an. Ihr Namen find gefchrieben Im Buch des Lebens fahr, Als Ehrifteliche Ritter. 4

Erlangten fte Die Kron, u Im Feuer fehr heiß umd bitter, * Die ewig Freud und Wonn. ?

Das 28 Lied. j

Ein ander Marter-Lied von vier ſonen zu Maſtricht An 1570. getoͤdt. Im Entlaubet iſt der Walde. Oder, Al del jesund, | | h

I, h N Un hoͤrt ihr Freund ebrfamen, af 6. p

RI Si. 1m ie daß das Haͤuff lein Flein

uger Gottes Namen,

evechte Warheit rein,

eht alfo geſchrieben

Gott's Wort überall,

je Gottſelig leben,

an ihn verfolgen poll,

; 2

eder mag zuhören,

r öffne Ohren bat,

vier Sreund auserfohren Maſtricht in der Stadt gt mit ihrem Blute

ven Glauben pp fein, m waren fie von Muthe, ß werd ihr. hören fein.

| { 3 Ki

an, wie ich befinn mich, hrieb neun und fechbig Jahr, mbris vier und zwanbig, ı die zwoͤlff Lihren Klar, Nachts ift umgegangen rBurgermeiſter ftolß, wuͤtende gefangen

| Bruder hieß Arnold,

hät er mit leyten [6 Rathhaus in der Nacht, M Gleich

eg Das 282 Lied. Fi —— EEE - u Gleich ein Stund ehät er ix Dep Da gieng er fort mit Macht Um zwey Sıdulein zu holen, >| 9 Die er erſtmals neß frey Fleng darnach drey zu malen, 07 Da war sin kommen bey.

5. Biß Morgens ſie da waren Ale zuſammen fro,

Sie fürchten fein Beſchwaͤren Zröften einander ſo, } Al init dem Wort des Herren? Darauf fe hatten baut. A Gettes Lob zu vermehren K4 Stund ihr Begier betraut, =

6

Vor den Herren gemeine | Jede den Blaub befandf, 4 Die echte Warheit reine, " Und fbrachen mit Verſtand, Wie viel ihn war gegeben 73 Nach Gottes G’lubde gut, © Durch feinen Geiſt erheben, Harnach man fprechen thut.

1: EShnell ohne langes beyten

Anſeht ihr oͤß Vorſpil, Eier sparen Urſeln leyten

Das 28 Lied. 16 ifs Dinghaus mit Unwill, um daß ſie nicht wolte willigen das Boͤß, sten fie ihr ohn Schulde ie Pein und Marter groß, 8

fftmuͤthiglich von Sinnen

At fies ertragen all,

ewig But zu gwinnen

enehrt fie in dem Fall.

Mann Arnd deßgleichen

führt wird auf die Pfort,

man ihn thät abweichen,

raucht man viel Schmeichel Work

9. Frau war alt von Fahren zohl fünf und frebensig, in dem Beſchwaͤren och Frisch und lebendig, rem Glauben Frafftig, er in ihr hat gewerckt, en dir Gott Allmaͤchtig, du fie fo geitärckt,

Io

en ſah man fie bende, ie und ihr liebes Rind, freulich zubereitet ‚tens dahin geſchwind. Ma

er

——

9 4

4

II, f Nach dem Dinghaue fie mußten Beyde zuſammen gahn. Ihrn Glauben zu verwuͤſten | Selten die Herren an, Mi Mir Mönchen und init Pfaffen, Auch Hochgelehrten ſtaͤht, SD hat behůt fein Schafe, Wohl fuͤr den Wölffen fred, 12: 4 Erſtmals fie da begunnen Mit Arnd dem lieben Mann, Der noch hat uͤberwunden, Dennoch ſagt man davon, Daß er gepeinigt worden fl Sechs oder ſieben nal. » Km fein Seel zu ermordten That man ſolchs principal.

ah Urſel feine Hausfraue, | Mußt zweymal aufdie Band, In der Pein doch getrene Blieb ſte ihr Lebenlang, DIE g'ſchach in zweyen Tagen,

__ Dass Lid im erckt wohl auf diß Gefchicht,

ar schwerlich zu fragen,

r Herr machts aber leicht.

| I4, ey dem Herren geben won zu aller Zeit, doch. nicht geblieben eh diefer Dein und Speit, rin kurtzem Termiene it fie noch eins geſchmeckt, dieſem fauren Beine n ſuͤſſen GOtt ihr reckt.